Siemens geht mit mauen Zahlen in den Konzernumbau
Zwischen Januar und März kletterte der Gewinn zwar im Jahresvergleich um 12 Prozent, Währungseinflüsse drückten aber auf den Auftragseingang und die Umsätze.
Siemens-Chef Joe Kaeser bringt den Konzernumbau nach einem durchwachsenen zweiten Geschäftsquartal auf den Weg. Zwischen Januar und März kletterte der Gewinn zwar im Jahresvergleich um 12 Prozent auf 1,15 Milliarden Euro, wie Siemens am Mittwoch mitteilte. Währungseinflüsse drückten aber auf den Auftragseingang und die Umsätze. Hinzu kamen Projektbelastungen von mehr als 430 Millionen Euro.
"Das zweite Quartal hat gezeigt, dass wir in der Verbesserung der operativen Performance noch viel zu tun haben", erklärte Kaeser. "Dennoch sind wir auf Kurs, um unsere Ziele für das Geschäftsjahr zu erreichen." Im laufenden Geschäftsjahr 2013/14, das mit dem September endet, soll der Gewinn im Jahresvergleich um 15 Prozent zulegen.
Das Ergebnis der Sektoren, mit dem das Tagesgeschäft von Siemens abgebildet wird, kletterte im zweiten Quartal um 16 Prozent auf 1,57 Milliarden Euro. Der Auftragseingang schrumpfte allerdings um 13 Prozent auf 18,43 Milliarden Euro. Der Umsatz sank um zwei Prozent auf 17,45 Milliarden Euro.
Parallel zu den Zahlen wollte Kaeser am Mittwoch auch die neue Konzernstruktur erläutern. Unter anderem wird die unter seinem Vorgänger Peter Löscher eingeführte Einteilung in die vier Sektoren Energie, Industrie, Medizintechnik sowie Infrastruktur & Städte aufgehoben und die Zahl der Divisionen von bisher 16 auf 9 reduziert. (anw)