Siemens nach gutem Quartal noch etwas optimistischer
(Bild: Siemens)
Siemens erhöht das Tempo abermals. Das GeschÀftsjahr soll noch etwas besser ausfallen als bisher geplant. Und rund um die Spekulationen um eine Zug-Allianz mit Bombardier werden die Signale des Konzerns an die KartellwÀchter deutlicher.
Der Elektrokonzern Siemens geht nach einem guten Quartal noch etwas optimistischer in die zweite JahreshĂ€lfte. "Wir haben erneut eine starke Teamleistung gezeigt und uns erneut besser entwickelt als die MĂ€rkte", erklĂ€rte Siemens-Chef Joe Kaeser [1] Zwar bleibe es fĂŒr das gesamte, mit dem September endenden GeschĂ€ftsjahr beim angepeilten Gewinn je Aktie von 7,20 Euro bis 7,70 Euro. Diese Spanne soll jetzt allerdings auch inklusive Integrationskosten durch Ăbernahmen wie die des Industriesoftware-Spezialisten Mentor Graphics erreicht werden, die Siemens bisher noch herausrechnen wollte. Unter dem Strich könnte das Unternehmen damit im laufenden Jahr bis zu 6,55 Milliarden Euro verdienen.
Mehr Umsatz, mehr Gewinn, mehr AuftrÀge
Im zweiten GeschĂ€ftsquartal verbesserte sich der Auftragseingang im Vergleich zum starken Vorjahreszeitraum, in dem Siemens milliardenschwere KraftwerksauftrĂ€ge aus Ăgypten verbucht hatte, um 2 Prozent auf 22,6 Milliarden Euro. Dazu trugen unter anderem GroĂauftrĂ€ge im WindkraftgeschĂ€ft und Energiemanagement bei. Der Umsatz legte um 6 Prozent auf 20,2 Milliarden Euro zu. Der auf die AktionĂ€re entfallende Gewinn blieb in etwa stabil bei gut 1,4 Milliarden Euro.
Mit Blick auf die Spekulationen zu einer Zug-Allianz mit dem kanadischen Bombardier-Konzern warb Siemens-Finanzchef Ralf Thomas fĂŒr eine weniger straffe Aufsicht der KartellwĂ€chter. Dabei verwies er auf den Wettbewerb in der Branche, der sich mit der Fusion der beiden gröĂten chinesischen Zughersteller zum neuen Giganten CRRC massiv verschĂ€rft hatte. "Eine weitere Konsolidierung des Marktes wird seit langem erwartet und sollte auch kartellrechtlich mit einer globalen Sicht auf die VerĂ€nderungen betrachtet werden", sagte Thomas.
Kein Kommentar zu Bombardier
Siemens und Bombardier werden bereits weit gediehene GesprĂ€che zur Zusammenlegung ihrer Zugsparten nachgesagt â die aber auf wenig Gegenliebe von Behörden stoĂen dĂŒrfte, weil der Markt in Europa bisher schon von nur drei Anbietern bestimmt wird. Neben Siemens und Bombardier gehört dazu auch der französische Alstom-Konzern. Thomas wollte Berichte dazu nicht kommentieren.
Zuletzt war auch immer wieder spekuliert worden, dass Siemens durch Abspaltungen und BörsengÀnge ein loser Holding-Verbund werden könnte. Dies treffe nicht zu, sagte Thomas. "Klar ist: Wir konzentrieren unsere GeschÀfte und wir schauen uns ganz genau an, wie wir jedes einzelne bestmöglich voranbringen", sagte der Finanzvorstand. (anw [2])
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