Sky konkurriert mit der Bild bei Bundesliga-Videos

Der Münchener Pay-TV-Sender will über eine neue App gegen Bezahlung Zusammenfassungen der Partien der Fußball-Bundesliga anbieten - und zwar zeitnäher als der Axel-Springer-Verlag über sein Bild-Angebot im Internet.

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Der Münchener Pay-TV-Sender Sky hat – "pünktlich zum Bundesliga-Auftakt" – die "Sky Sport News HD App" veröffentlicht, die offizielle Anwendung für iPad, iPhone und iPod touch zum hauseigenen Sportnachrichten-Kanal. Nutzbar ist die App in Deutschland und Österreich, auch ohne klassisches Sky Abonnement.

Die App fĂĽrs iPad

(Bild: Screenshot)

Der eigentliche Knaller sind aber nicht die "aktuellsten Nachrichten aus der Welt des Sports, Hintergrund-Stories, 'Clip des Tages' und das komplette Sky Sport News HD Datencenter", sondern ein mögliches In-App-Upgrade für monatlich 4,49 Euro (monatlich kündbar), mit dem man Zugriff auf den Live-Stream von Sky Sport News erhält – inklusive aller Tore der Bundesliga, des DFB Pokals, der UEFA Champions League und aller weiteren wichtigen Sportwettkämpfe unmittelbar nach Abpfiff.

Denn genau damit macht Sky dem Axel-Springer-Verlag Konkurrenz, der die Fußball-Bundesliga als einen Hebel seines Bezahlmodells nutzen will. Für die kommenden vier Jahre hat sich Bild die Rechte an den Höhepunkten der Bundesliga-Saison gesichert. Die Video-Schnipsel zwischen 90 Sekunden und sechs Minuten dürfen aber erst eine Stunde nach Abpfiff ins Netz gestellt werden. Über die neue Sky-App sollen sie hingegen bereits 5 Minuten nach Abpfiff verfügbar sein.

Preislich ist das Bild-Angebot auch nicht attraktiver: Zwar kosten die Clips nur 2,99 Euro. Die Bundesliga-Videos kann aber nur der Nutzer dazubuchen, der sich fĂĽr eines der drei Abo-Pakete entschieden hat. Das Abo fĂĽr Web, Smartphone und Table-Apps kostet mindestens 4,99 Euro im Monat.

Eventuell beschwert sich Springer nun bei der Deutschen FuĂźball Liga (DFL), die die Rechte in verschiedenen Paketen angeboten hat. Schon einmal hatte die Aufteilung dabei fĂĽr schlechte Stimmung gesorgt: Als seinerzeit Arena die Fernsehrechte an der Bundesliga erhalten hatte, dachte Premiere zusammen mit der Deutschen Telekom kurz laut darĂĽber nach, die preiswert erworbenen "Internetfernsehrechte" zu nutzen, um die Begegnungen mittels IP-TV auch ĂĽber Satellit und Kabel zu ĂĽbertragen. Realisiert wurde das letztlich aber nicht. (nij)