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Spieleentwicklung: Burst Compiler 1.3 ermöglicht Debugging von Burst-Code

Madeleine Domogalla
Spieleentwicklung: Burst Compiler 1.3 ermöglicht Debugging von Burst-Code

(Bild: Piranhi / Shutterstock.com)

Unity hat Version 1.3 des Burst Compilers veröffentlicht. Das Update bringt einige Neuerungen hinsichtlich der Kompilierung sowie des Debuggens von Burst-Code.

Ein Jahr nach Version 1.0, veröffentlicht Unity, das Unternehmen hinter der gleichnamigen Game-Engine, Version 1.3 des Burst Compilers. Das Update soll bessere StabilitÀt, Leistung, QualitÀt sowie Benutzerfreundlichkeit bieten.

Die neue Version von Burst ermöglicht das Kompilieren eines Mono-basierten Players fĂŒr verschiedene Desktop-Plattformen. Damit reagiert Unity auf die WĂŒnsche der Community, die um eine Möglichkeit gebeten hat, einen Desktop-Player fĂŒr andere Plattformen zu kompilieren, als die, auf der der Editor lĂ€uft. Dieser Fall tritt unter anderen auf, wenn Nutzer Unity Build Cloud Services verwenden und die Build-Maschinen ĂŒber macOS laufen, wĂ€hrend ein Player unter Windows generiert wird.

Die neue Funktion bleibt zunĂ€chst Desktop-Build-Playern vorbehalten. Konsolen- und Mobil-Plattformen haben hĂ€ufig EinschrĂ€nkungen bezĂŒglich der Plattform auf, von der sie kompiliert werden können. Das entsprechende Software Development Kit (SDK) ist in der Regel nur mit einer Host-Plattform kompatibel.

Burst 1.3 lĂ€sst das Debuggen von Code unter Verwendung eines integrierten nativen IDE-Debuggers wie Visual Studio, XCode oder VSCode zu. Bisher musste der Compiler fĂŒr das Debuggen von Burst-Code deaktiviert werden. Entwickler waren auf vorhandene, von .NET verwaltete Debugging-Tools angewiesen. Die Aktivierung der neuen Funktion erfolgt ĂŒber das Burst-MenĂŒ im Unity-Editor. Nutzer können hier Enable Native Debugging auswĂ€hlen.

Version 1.3 des Compilers integriert zusÀtzlich eine neue Intel-CPU-Intrinsics-API. Ziel ist es, weitere Optimierungsszenarien freizuschalten. Burst bringt bisher eine API mit, die das Unity Mathematics Package bereitstellt. Dadurch lassen sich 2D- und 3D-Workloads verarbeiten und berechnen.

Immer mehr Studios und Teams setzen bei der Optimierung ihrer Spiele auf Burst. Das hat zur Folge, dass der Compiler eine große Menge an Benutzercode verarbeiten muss. In der vorherigen Version wurde eine Mulithread-Kompilierung im Editor wie auch beim Erstellen eines eigenstĂ€ndigen Players eingefĂŒhrt. Jedoch musste der Compiler das gesamte Projekt eines Nutzers neu kompilieren, sobald der Editor neu gestartet wurde. Burst 1.3 hĂ€lt nun einen Zwischenspeicher fĂŒr Kompilierungsergebnisse auf der Festplatte bereit, sodass zuvor kompilierter Code beim Neustart des Editors nicht erneut verarbeitet werden muss. An diesem Feature möchte das Team hinter dem Compiler weiter arbeiten, um vor allem grĂ¶ĂŸeren Projekten beim Iterieren mit Burst zu helfen. Unity hatte kĂŒrzlich seine PlĂ€ne fĂŒr das Jahr 2020 veröffentlicht [1].

NĂ€here Informationen zu den genannten und weiteren neue Funktionen der Version 1.3 des Burst Compilers finden sich in den Release Notes auf dem Unity-Blog [2].

(mdo [3])


URL dieses Artikels:
https://www.heise.de/-4769567

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/news/Spieleentwicklung-Unity-veroeffentlicht-Plaene-fuer-2020-4698449.html
[2] https://blogs.unity3d.com/2020/05/27/optimize-your-projects-with-burst-compiler-1-3/
[3] mailto:mdo@ix.de