St. Jude Medical und IBM stellen tragbares Überwachungssystem für Herzpatienten vor
Die US-amerikanische Klinik St. Jude Medical hat zusammen mit IBM einen tragbaren Computer entwickelt, mit dem Daten von Herzschrittmachern empfangen und analysiert werden können.
Der US-Hersteller St. Jude Medical, unter anderem für Herzschrittmacher bekannt, wird noch in diesem Monat mit dem weltweiten Vertrieb eines neuen, zusammen mit IBM entwickelten tragbaren Patientenüberwachungssystems beginnen. Mit dem nun vorgestellten Merlin Patient Care System sollen Ärzte während Routineuntersuchungen Daten von medizinischen Implantaten von Herzpatienten empfangen und analysieren können, ähnlich wie bei bisherigen Lese- und Steuergeräten für Herzschrittmacher. Das System besteht aus einem tragbaren Computer mit Touchscreen, mit dem implantierte Herzschrittmacher und Defibrillatoren auch neu eingestellt werden können, heißt es in einer Mitteilung von St. Jude Medical. Das neu entwickelte Überwachungs- und Einstellungssystem hat mittlerweile auch in den USA die offizielle Zulassung erhalten.
IBM hatte im Februar 2004 bekannt gegeben, sich verstärkt im Gesundheitswesen betätigen zu wollen. 250 Millionen US-Dollar seien in diesem Bereich für drei Jahre eingeplant, hieß es seinerzeit. Der IT-Riese hat für diese Zwecke einige Partnerschaften geknüpft, so wie in diesem Fall auf sieben Jahre mit dem St. Jude Medical. Weitere Kooperationen gibt es beispielsweise mit der Mayo Clinic zur Entwicklung eines Kernspinresonanztomographen und mit Bang & Olufsen Medicom, mit dem IBM zusammen einen "intelligenten" Tablettenspender entwickelte. (anw)