Der Konsum von gewaltverherrlichenden Computerspielen erhöht Studien der Uni Potsdam zufolge die Aggressionsbereitschaft bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.
Der Konsum von gewaltverherrlichenden Computerspielen erhöht Studien der Universität Potsdam zufolge die Aggressionsbereitschaft bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Experimente belegen, dass solche Spiele aggressive Gedanken und Gefühle sowie aggressives Verhalten begünstigen, teilte die Potsdamer Universität mit. Dies gelte besonders für Jungen und Männer. Psychologen der Uni hatten in mehreren Studien die Auswirkungen von Mediengewalt untersucht.
Demnach kann schon das Anschauen eines Trailers für Gewalt-Computerspiele eine feindselig getönte Wahrnehmung fördern. Nach Auskunft der Wissenschaftler bestimmt die Intensität der Beschäftigung mit Gewaltspielen noch Jahre später die Aggressionsbereitschaft der Spieler. Insgesamt nahmen an den Studien von 2004 bis 2006 fast 5000 Probanden teil.
Nach dem Amoklauf im nordrhein-westfälischen Emsdetten war eine heftige Diskussion um gewaltverherrlichende Computerspiele entbrannt. Ein 18 Jahre alter Ex-Schüler hatte am 20. November 37 Menschen verletzt und sich anschließend selbst getötet. Mittlerweile hat sich allerdings die Diskussion wieder etwas beruhigt, zuletzt hatte sich die Bundesregierung wieder eher zurückhaltend über eine Verschärfung der Rechtslage und ein erweitertes Verbot so genannter "Killerspiele" geäußert.
Siehe zu dem Thema auch:
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Grüne suchen die Diskussion über Spiele
Jugendschützer: Lücken beim Jugendschutz im anonymen Internet
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Kritik an "naiver Scheindebatte" um das Verbot von "Killerspielen"
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Bundesregierung sieht keinen Bedarf für Verbot von "Killerspielen"
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