T-Mobile US und Sprint nÀhern sich bei Fusion-Details
(Bild: dpa, Gary He/Insider Images)
Die Deutsche Telekom und der japanische Softbank-Konzern kommen sich bei den Details einer möglichen Fusion nÀher. Es geht um den Zusammenschluss der beiden US-Tochterunternehmen T-Mobile US und Sprint.
Die Deutsche Telekom und der japanische Softbank-Konzern kommen sich laut Medienberichten bei den Details einer möglichen Fusion ihrer US-Mobilfunktöchter nĂ€her. Vor allem bei einer der Kernfragen, der Bewertung der Unternehmen, sind beide Unternehmen offenbar einen groĂen Schritt weiter gekommen. So sei Softbank bereit, fĂŒr den viertgröĂten US-Mobilfunker Sprint eine Bewertung nahe des derzeitigen Börsenwerts zu akzeptieren, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Samstag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.
Ein solcher Bewertungsansatz sei inzwischen auch fĂŒr die Telekom offenbar die Grundlage fĂŒr weitere GesprĂ€che. UrsprĂŒnglich hatte der deutsche Konzern bei der chronisch gewinnschwachen Sprint den Angaben zufolge noch einen Abschlag aushandeln wollen. Sprint ist derzeit rund 34 Milliarden US-Dollar (28 Mrd Euro) wert und damit deutlich weniger als T-Mobile US. Softbank hĂ€lt rund 84 Prozent der Sprint-Anteile.
T-Mobile US auf Platz 3
Die Telekom hĂ€lt wiederum rund zwei Drittel am Mobilfunker T-Mobile US, der in den letzten Jahren bei Kundenzahlen und Umsatz an Sprint vorbeigezogen ist und hinter den Riesen Verizon und AT&T auf Rang drei liegt. Die US-Sparte, die fĂŒr das Wachstum beim Bonner Dax-Konzern sorgt, ist derzeit gut 53 Milliarden Dollar wert.
Softbank ist nun offenbar bereit, einem reinen Aktientausch zuzustimmen. Der Konzern des erfolgreichen japanischen Investors Masayoshi Son dĂŒrfte an einem Zusammenschluss bei derzeitigen Marktwerten etwas mehr als 30 Prozent halten, die Telekom rund 40 Prozent. Die Telekom wollte die US-Tochter lange Zeit verkaufen, scheiterte aber mehrfach am Einspruch der Aufsichtsbehörden, weil diese ein Abflauen des Wettbewerbs fĂŒrchteten.
Lange Vorgeschichte
Der Zusammenschluss der beiden Unternehmen wĂ€re der Abschluss einer langen Geschichte: Bereits 2008 prĂŒfte die Telekom einen Ăbernahme von Sprint [1], 2009 wurden nach Kundenverlusten auf beiden Seiten erneut die Rahmenbedingungen fĂŒr eine Ăbernahme ausgelotet [2]. 2014 wollte dann zunĂ€chst Sprint die Telekom-Tochter ĂŒbernehmen, zog sich spĂ€ter aber wieder zurĂŒck. Das Fusions-Projekt schien gescheitert zu sein [3]. Im Juni diesen Jahres zeigte dann wiederum die Telekom Interesse an einer Sprint-Ăbernahme [4].
Seit dem Amtsantritt von Donald Trump sitzt Ajit Pai als neuer Mann mit an der Spitze der Behörde FCC. Er will Investitionen in die Netze fördern und könnte dafĂŒr auch Fusionen in Kauf nehmen. (dwi [5])
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[2] https://www.heise.de/news/T-Mobile-wieder-an-Sprint-Nextel-interessiert-755685.html
[3] https://www.heise.de/news/Sprint-blaest-Uebernahme-von-T-Mobile-US-offenbar-ab-2287596.html
[4] https://www.heise.de/news/Telekom-will-angeblich-T-Mobile-US-und-Sprint-fusionieren-3751493.html
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