Threads: Twitter-Konkurrent gestartet

Twitter hat mit Threads einen ernst zu nehmenden Konkurrenten bekommen. EU-Bürger schauen aber vorerst in die Röhre.

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(Bild: blackzheep/Shutterstock.com)

Lesezeit: 2 Min.

Der Facebook-Konzern Meta hat in der Nacht zum Donnerstag den Twitter-Konkurrenten Threads gestartet. Der Dienst und die App sind nun in mehr als 100 Ländern verfügbar. Die Länder der EU sind jedoch vorerst nicht dabei.

Threads legte einen fulminanten Start hin. In den ersten zwei Stunden nach der Veröffentlichung zählte der Dienst bereits mehr als zwei Millionen Nutzer, wie Meta-Chef Mark Zuckerberg bekannt gab. Er läutete den Dienst mit einem ersten Thread ein: "Let's do this. Welcome to Threads". Dabei profitierte Threads von der Anbindung an die Foto- und Video-App Instagram. Die Nutzer können ihr dortiges Profil für Threads übernehmen.

Die App gleicht weitgehend dem Twitter-Konkurrenten. Allerdings fällt die Zeichenbeschränkung geringer aus. Textbeiträge können bis zu 500 Zeichen umfassen. Bei Twitter sind es derzeit 280 Zeichen, ursprünglich waren es nach dem Start 2006 140 Zeichen. Die Beiträge können Links und Fotos sowie Videos mit einer Länge von bis zu 5 Minuten enthalten.

Unklar ist, wann Threads auch in den EU-Staaten verfügbar sein wird. Grund dafür sind noch offene regulatorische Fragen. Instagram-Chef Adam Mosseri sagte, dass die Einhaltung der Gesetze, die im kommenden Jahr greifen werden, schwierig sei. Mosseri bezieht sich dabei auf den Digital Markets Act, der die Zusammenführung von Daten aus verschiedenen Diensten erschwert. EU-Bürger haben bislang offiziell nur die Möglichkeit, Threads-Beiträge in einer Web-Ansicht anzuschauen. Sie können sie aber nicht teilen und liken. Ohne VPN klappt der Zugriff aber bislang nicht in jedem Browser.

Update

Information ergänzt, dass der Zugriff auf die Web-Version aus Deutschland bislang nicht immer funktioniert.

(olb)