US-Börse NYSE verbannt drei chinesische Telecom-Firmen
Die New York Stock Exchange ist die gröĂte Börse der Welt. Ihre Adresse ist 11 Wall Street in New York City.
(Bild: Daniel AJ Sokolov)
Der US-PrÀsident verbietet Amerikanern, in Firmen zu investieren, die den StreitkrÀften Chinas zuarbeiten. Die NYSE verbannt China Telecom, Mobile und Unicom.
Wertpapiere der chinesischen Telecom-Konzerne China Telecom, China Mobile und China Unicom Hong Kong können nur noch wenige Tage an der weltgröĂten Börse, der New York Stock Exchange (NYSE), gehandelt werden. SpĂ€testens ab nĂ€chstem Montag, vielleicht aber auch schon ab kommendem Donnerstag, werden sie an der NYSE gesperrt. Grund ist ein Erlass von US-PrĂ€sident Donald Trump aus dem November 2020.
Das hat die NYSE mitgeteilt [1]. Am 12. November, neun Tage nach seiner Wahlniederlage, hat Trump seinen BĂŒrgern verboten, mit Wertpapieren von Unternehmen zu handeln [2], die auch fĂŒr die Volksbefreiungsarmee der Volksrepublik China tĂ€tig sind. "Diese Firmen, obwohl vordergrĂŒndig in Privatbesitz und zivil, unterstĂŒtzen direkt das MilitĂ€r der Volksrepublik China, ihre Geheimdienste und SicherheitskrĂ€fte, und unterstĂŒtzen sie in ihrer Entwicklung und Modernisierung", schreibt Trump in seinem Erlass (Executive Order 13959) [3].
Durch die Ausgabe von Wertpapieren wĂŒrden diese Firmen unter Ausnutzung von US-Investoren die Entwicklung und Modernisierung chinesischen MilitĂ€rs finanzieren. Von dem Verbot betroffen sind neben den an der NYSE gelisteten Firmen China Mobile, China Telecom und China Unicom noch mehr als zwei Dutzend weitere chinesische Unternehmen, etwa Huawei, Panda Electronics, oder der Ăberwachungstechnik-Lieferant Hikvision. Sie sind jedoch nicht an US-Börsen gelistet. Die Liste der verbannten Aktiengesellschaften wird vom US-Verteidigungsminister gefĂŒhrt und fallweise aktualisiert.
Das Handelsverbot gilt auch fĂŒr Derivate, auch fĂŒr Tochterfirmen, und auch fĂŒr indirekte Investitionen, beispielsweise durch Investmentfonds. Ob das Delisting der NYSE bereits am Donnerstag oder erst nĂ€chsten Montag in Kraft tritt, hĂ€ngt davon ab, ob das Clearinghouse DTCC am Donnerstag und Freitag getĂ€tigte (Ver)KĂ€ufe noch abrechnen wĂŒrde oder nicht. DTCC hat sich dazu noch nicht öffentlich geĂ€uĂert.
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[2] https://www.heise.de/news/Trump-verbietet-Handel-mit-Wertpapieren-31-chinesischer-Konzerne-4959032.html
[3] https://www.whitehouse.gov/presidential-actions/executive-order-addressing-threat-securities-investments-finance-communist-chinese-military-companies/
[4] https://www.heise.de/news/US-Regierung-will-Netzwerke-und-Apps-von-Chinesen-saeubern-4864166.html
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