Stürzende Linien und Opas Möbel: Click Boom Flash # 34 "Immobilienfotos"

Der Hotelier möchte einen schöneren Himmel im Bild, der Makler Möbel, wo keine sind. In der Immobilienfotografie ist das Alltag, aber es gibt auch Grenzen.

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Architekturfoto

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Lesezeit: 2 Min.
Von
  • Judith Hohmann
Inhaltsverzeichnis

Jeden zweiten Sonntag um 9:00 Uhr erscheint eine neue Folge von CLICK BOOM FLASH, dem Podcast des Magazins c't Fotografie. Sie finden ihn in allen großen Podcast-Verzeichnissen. Hören Sie jetzt rein, mit Apple Podcasts, Spotify, Amazon Music oder als in der Podcast-App Ihrer Wahl.

Hochstativ, Drohne und stürzende Linien: Immobilienfotografie ist ein Business-to-Business-Geschäft – jedenfalls meistens. Architekten buchen Fotografen, um ihre Baustellen zu dokumentieren, Makler, um ihre Gebäude im schönsten Licht zu zeigen. Hier geht es um Geld und nicht um persönliches Empfinden.

Click Boom Flash: Der Podcast von c't Fotografie

Der c't Fotografie Podcast

Bei uns erzählen Fotografinnen und Fotografen, wie es wirklich ist: Das Leben mit der Kamera im Anschlag. Jeden zweiten Sonntag neu.

Es gibt viele Kleinigkeiten, auf die Immobilienfotografen gerade bei Makleraufträgen achten müssen. „Manche mögen zum Beispiel nicht, wenn die Hausnummer zu sehen ist oder wenn es eine Frontalaufnahme gibt“, erklärt Fotograf Michael Reinhardt. Denn dann könnten Interessenten ein Haus erkennen und einen Weg am Makler vorbei suchen.

Auch die Frage, ob ein ideales Immobilienportfolio möbliert oder unmöbliert fotografiert werden sollte, erklärt der Fotograf. „Wenn man Glück hat, sind vielleicht schon alle privaten Sachen raus,“ sagt Reinhardt, „so ist die Zielgruppe viel größer.“ Denn über Geschmack lässt sich streiten und eine junge Familie fühlt sich von Möbeln aus den Achtzigerjahren vielleicht unterbewusst abgeschreckt.

Luxusimmobilien sind auch für Fotografen eine Rarität, denn es gibt sie seltener auf dem Markt.

(Bild: Reinhardt&Sommer Architekturfotografen)

Mit der Traumvorstellung, dass Immobilienfotografen von Villa zu Villa reisen, räumt der Fotograf ebenfalls auf. „Natürlich findet man jetzt nicht unbedingt einen Käufer, der gerade mal schnell vier, fünf Millionen für eine Villa ausgeben will“, beschreibt Reinhardt die Lage der Makler. Luxusimmobilien sind rar und die Zahl der Käufer und Fotoaufträge in dem Bereich begrenzt.

In der aktuellen Folge Click Boom Flash erzählt Fotograf Michael Reinhardt von seinen Herausforderungen als Architektur- und Immobilienfotograf. Er spricht über die verschiedenen Wünsche seiner Auftraggeber, den Einsatz von Hochstativ und Drohne und nimmt die Zuhörer mit in eine ganz eigene Welt zwischen Großbaustelle, Hotelkomplex und Siedlungshäuschen.

(hoh)