Windows-Vorschau: OpenSSH-Korrekturen, Recall-Neustart, farbiges Akkusymbol

Microsoft hat Windows-Vorschauen in mehreren Kanälen veröffentlicht. Verbesserungen gibt es für Recall, OpenSSH und das Akkusymbol.

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Stilisiertes Bild: Windows/Software-Update auf Laptop

(Bild: Erstellt mit KI in Bing Designer durch heise online / dmk)

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Microsoft hat jüngst einige Windows-Vorschauversionen in unterschiedlichen Insider-Kanälen veröffentlicht. Der Hersteller arbeitet an mehreren Features und korrigiert Fehler. Auch das Snipping-Tool erlernt neue Fähigkeiten.

Mitte vergangener Woche hat Microsoft eine Release-Preview-Version von Windows 11 auf Build 26100.3321 herausgegeben, die einen Ausblick auf in Kürze für alle verfügbare Funktionen liefert. Für den schrittweisen Roll-out vorgemerkt ist eine Verbesserung des Akku-Symbols in der Taskleiste. Es soll nun farblich den Zustand widerspiegeln: Grün bedeutet, der Rechner lädt und ist in einem guten Zustand. Gelb weist auf einen Energiesparmodus hin – Windows wechselt standardmäßig ab einem Akkustand von 20 Prozent in diesen Modus. Rot steht für niedrigen Ladestand, der Rechner solle so schnell wie möglich ans Ladekabel. Wie etwa vom Smartphone gewohnt soll nun auch die Möglichkeit hinzukommen, den prozentualen Ladestand direkt neben dem Akku-Symbol anzuzeigen.

Der OpenSSH-Dienst startete nicht mehr, wodurch keine SSH-Verbindungen möglich waren. Das detaillierte Logging fand nicht statt, und Interessierte mussten die "sshd.exe" händisch starten. Das soll ab diesem Build der Vergangenheit angehören.

Gegen Ende vergangener Woche legte Microsoft in den Dev- und Beta-Kanälen des Windows-Insider-Programms mit Build 26120.3291 von Windows 11 weitere neue Funktionen nach. Insbesondere Verbesserungen für Copilot+-PCs stehen ins Haus. Snapdragon-basierende Copilot+-Maschinen sollen durch die Windows-Suche etwa Dateien finden können, die in der Cloud abgelegt wurden. Microsoft zeigt als Beispiel das Auffinden von Fotos aus der Cloud, die über Inhaltsbeschreibungen gefunden werden.

Die umstrittene KI-Funktion Recall legt zudem einen Neustart hin – dafür löscht Windows alle bisherigen Schnappschüsse. Sofern die Funktion aktiviert ist, setzt Recall mit diesem Build das Anfertigen von Bildschirm-Schnappschüssen für die spätere Suche fort. Details zu den Änderungen nennt Microsoft jedoch nicht, sondern spricht lediglich von "verbesserter Nutzererfahrung".

Das Snipping-Tool verteilt Microsoft an Insider der Dev- und Canary-Kanäle in der Version 11.2501.7.0. Es bekommt eine Trimm-Funktion, mit der sich der Anfang und das Ende einer Bildschirm-Videoaufnahme wegschneiden lassen. Nach der Aufnahme eines Klicks sollen Interessierte die Aufnahme öffnen, die "Trim"-Schaltfläche oben im Fenster anklicken und dann mit den Markern die Start- und End-Zeiten anpassen. Mit Anwenden wird der Clip beschnitten, "Abbrechen" verwirft die Einstellungen.

Microsoft verpasst dem Snipping-Tool eine Trim-Funktion zum Zuschneiden von Screen-Recordings.

(Bild: Microsoft)

Der Windows-Build korrigiert ebenfalls einige kleinere Fehler in diversen Windows-Komponenten. Interessierte können sich in den System-Einstellungen unter Windows-Update im Windows-Insider-Programm anmelden und damit an die neuen Testversionen gelangen.

In den Vorschauversionen von Windows liefert Microsoft immer wieder auch interessante neue Funktionen mit. Vor rund zwei Wochen hat Microsoft etwa im Canary-Kanal die Windows MIDI Services verteilt – ein quelloffener MIDI-Stack, der etwa Unterstützung für das moderne MIDI 2.0 nachrüstet.

(dmk)