Rätselhafte Plattenaktivitäten unter Vista

An manchen Tagen stelle ich heftige Betriebsamkeit der Platten meines Vista-PC fest, ohne dass ich irgendwas tue. Gewollte Plattenzugriffe werden dadurch unwahrscheinlich zäh. Im Ressourcenmonitor kann ich dann große Mengen an Schreiboperationen nach „\System Volume Information“ sehen. Ich vermute, dass Windows dann gerade Schattenkopien anlegt. Für meine Systempartition (C:) wäre mir das noch recht – ich will ja zur Not auf Wiederherstellungspunkte zurückgehen können. Aber für mein Datenlaufwerk (D:), auf dem größtenteils Videos meines DVB-T-Recorders lagern, will ich das abstellen – dort sichere ich selbst so, wie ich es brauche. In den erweiterten Systemeigenschaften unter „Computerschutz“ habe ich das Häkchen vor D: schon entfernt, trotzdem sehe ich nach wie vor eine große Anzahl von Schreibzugriffen auf „D:\System Volume Information“. Was mache ich falsch?

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An manchen Tagen stelle ich heftige Betriebsamkeit der Platten meines Vista-PC fest, ohne dass ich irgendwas tue. Gewollte Plattenzugriffe werden dadurch unwahrscheinlich zäh. Im Ressourcenmonitor kann ich dann große Mengen an Schreiboperationen nach „\System Volume Information“ sehen. Ich vermute, dass Windows dann gerade Schattenkopien anlegt. Für meine Systempartition (C:) wäre mir das noch recht – ich will ja zur Not auf Wiederherstellungspunkte zurückgehen können. Aber für mein Datenlaufwerk (D:), auf dem größtenteils Videos meines DVB-T-Recorders lagern, will ich das abstellen – dort sichere ich selbst so, wie ich es brauche. In den erweiterten Systemeigenschaften unter „Computerschutz“ habe ich das Häkchen vor D: schon entfernt, trotzdem sehe ich nach wie vor eine große Anzahl von Schreibzugriffen auf „D:\System Volume Information“. Was mache ich falsch?

Den Indexdienst nur Dateien erfassen zu lassen, nach denen man auch gelegentlich sucht, spart eine Menge Festplattenzugriffe.

Mit den Schattenkopien haben die Festplattenaktivitäten mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gar nichts zu tun. Dabei wird ja zunächst nicht wirklich etwas kopiert: Windows merkt sich nur, dass eine Schattenkopie angefordert wurde. Erst wenn irgendein Programm die so geschützten Dateien überschreiben will, bringt Windows sie zuvor in Sicherheit.

Was da auf der Platte herumrödelt, ist meist der Indexdienst. Seine Einstellungen erreichen Sie in der Systemsteuerung unter „System und Wartung\Indizierungsoptionen“. Um komplette Ordner oder Partitionen von der Indizierung auszuschließen, klicken Sie dort nacheinander auf „Ändern“ und „Alle Orte anzeigen“. Nun können Sie durch Setzen oder Löschen der Häkchen genau festlegen, welche Orte der Indexdienst für die schnelle Suche erfassen soll.

Wenn Sie auf die Indizierung komplett verzichten möchten, können Sie auch in der Computerverwaltung unter „Dienste und Anwendungen\Dienste“ die Eigenschaften von „Windows Search“ aufrufen und dort als Starttyp „Deaktiviert“ einstellen. Zu empfehlen ist das aber nicht, denn damit verlieren Sie unter anderem die Möglichkeit, Programme schnell durch die Eingabe von ein paar Zeichen ins Suchfeld des Startmenüs zu starten. (hos)