c't 12/2016
S. 68
Praxis
Desinfec't 2016
Aufmacherbild

Durchstarten mit Desinfec’t 2016

So bringen Sie den Viren-Jäger an den Start

Desinfec’t schickt gleich vier Viren-Scanner auf die Jagd nach Schädlingen, um ihnen den Garaus zu machen. Dabei müssen Sie sich keinen Risiken aussetzen, indem Sie das verseuchte Windows starten: Desinfec’t bootet abgeschottet als eigenständiges Live-System.

Haben Sie den Verdacht, dass Ihr Windows-Computer mit Viren verseucht ist? Oder beobachten Sie sogar schon verdächtige Aktivitäten? Dann sollten Sie den Rechner zügig herunterfahren und Desinfec’t übernehmen lassen. Dafür muss man kein Computer-Profi sein: Selbst Anwender mit geringen PC-Kenntnissen können die Viren-Jagd einleiten.

Video: Nachgehakt

Zum Kasten: Das ist neu in Desinfec’t 2016

Bei Desinfec’t handelt es sich um ein autarkes Live-System, das auf der Linux-Distribution Ubuntu aufsetzt und direkt von einer DVD oder einem USB-Stick startet. So können die Schädlinge unter Windows keinen weiteren Schaden anrichten: Desinfec’t inspiziert das infizierte System aus sicherer Distanz.

Für eine umfassende Untersuchung enthält Desinfec’t vier Viren-Scanner, die von Avira, ClamAV, Eset und Kaspersky stammen. Aktuelle Viren-Signaturen stellen die kommerziellen Anbieter bis inklusive Juni 2017 kostenlos zur Verfügung; zum Update genügt ein Doppelklick. Mit Desinfec’t können Sie aber nicht nur Ihr Windows-System scannen, sondern auch Schädlinge analysieren und beseitigen.

Einlegen und booten

Desinfec’t ist keine Anwendung, die man mit einem Doppelklick unter Windows ausführt, sondern ein eigenständiges Betriebssystem. Um die Jagd-Saison zu eröffnen, müssen Sie Desinfec’t von DVD oder USB-Stick starten. Das Booten des Live-Systems lässt sich direkt aus Windows 8.1 und 10 heraus über die erweiterten Startoptionen anstoßen. Das gelingt aber nur, wenn Windows im UEFI-Modus läuft. Wenn das nicht der Fall ist oder Windows 7 zum Einsatz kommt, muss das Boot-Menü des BIOS herhalten. Eine ausführliche Anleitung zum Starten von Desinfec’t findet sich im Kasten auf Seite 70.

Als Betriebssystem-Unterbau für Desinfec’t dient Ubuntu 14.04.4 LTS, das eine breite Hardware-Palette abdeckt. Meistens ist der Systemstart also kein Problem. Doch es kann durchaus vorkommen, dass eine ausgefallene Hardware-Zusammenstellung den Start verhindert. Hierfür gibt es aber meist Auswege.

Oft hilft schon, die „Option Secure Boot“ im BIOS abzuschalten und es dann noch einmal zu versuchen. In einigen BIOS-Versionen kann man die Boot-Methode von UEFI auf Legacy umstellen; auch das ist einen Versuch wert. Funktioniert auch dieser Ansatz nicht, kann man einen Desinfec’t-USB-Stick ohne UEFI-Unterstützung erstellen. Als letzter Rettungsanker bietet sich bei den Start-Optionen des Live-Systems der „Safe Mode“ an. Hilft keiner dieser Workarounds, bleibt nur noch ein Hilfegesuch im offiziellen Forum (siehe c’t-Link): Vielleicht hat ja ein anderer Desinfec’t-Nutzer dieses spezielle Problem schon gelöst.

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