c't 8/2017
S. 100
Test
Mini-PCs mit Kaby Lake
Aufmacherbild

Arbeitstierchen

Vier Mini-PCs mit Intels Core-i-CPUs der siebten Generation im Test

Ein Mini-PC nimmt wenig Platz auf dem Schreibtisch ein oder lässt sich hinter dem Monitor montieren. Zwei kompakte Barebones für Privatleute und zwei dünne Büro-PCs interpretieren das Thema durchaus unterschiedlich.

Während Gaming-PCs oder Workstations versuchen, Kunden mit hoher Rechenleistung, viel 3D-Power oder großer Erweiterbarkeit zu locken, konzentrieren sich Mini-PCs aufs Wesentliche: auf kleinem Raum genügend Performance für Alltagsaufgaben zu liefern. Das gelingt ihnen mit Zwei- oder Vierkernprozessoren. Manche werden als Barebone angeboten, bei dem der Käufer Speicher sowie SSD oder 2,5"-Festplatte einbauen und für ein Betriebssystem sorgen muss, andere gibt es als Komplettpakete, die alles mitbringen.

Abstriche muss man beim Auf- und Ausrüsten hinnehmen, denn nur Arbeits- und Massenspeicher lassen sich erweitern oder tauschen. Zudem passen in die kleinen Gehäuse nur 2,5"-Festplatten und -SSDs oder die flachen M.2-SSDs. Es kommen ausschließlich integrierte Grafikeinheiten zum Einsatz, sodass man keine Wunder von der 3D- oder gar OpenCL-Performance erwarten darf.

Vier Geräte mit Kaby-Lake-Innenleben zeigten im Labor und in der Praxis, was man von aktuellen Mini-PCs in Bezug auf Performance, Leistungsaufnahme, Geräuschentwicklung und Ausstattung erwarten darf. Auf den Privatnutzer zielen die Barebones Asrock Beebox-S 7200U und Intel NUC7i3BNH, die ohne RAM und SSD ab knapp 400 Euro respektive 300 Euro im Online-Handel zu finden sind.

Bei Barebones wie der Asrock Beebox-S muss der Käufer noch RAM sowie eine SSD oder Festplatte einbauen und das Betriebssystem beisteuern.

Dell und HP haben mit ihren kompakten Office-PCs OptiPlex 5050 Micro und ProDesk 600 G3 den Büroarbeiter im Blick. Zum Testzeitpunkt kostete das Dell-System inklusive Mehrwertsteuer 844 Euro, der etwas besser ausgestattete HP-Rechner startete bei 834 Euro. Die Preise schwanken allerdings ständig, weil beide Anbieter den Verkauf durch Angebotsaktionen anzukurbeln versuchen.

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