c't 8/2017
S. 66
Hintergrund
Deutscher Wetterdienst
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Bild: picture alliance/blickwinkel/McPhoto

Open-Data-Wetterkapriolen

Streit um das neue Wetterdienst-Gesetz

Nach dem Willen der Bundesregierung soll der staatliche Deutsche Wetterdienst (DWD) künftig sehr viel mehr meteorologische Daten und Leistungen kostenlos an die Allgemeinheit abgeben als bisher. Außerdem soll der DWD befugt werden, eigene Apps zu entwickeln und zu verbreiten. Die privaten Wetterdienstleister in Deutschland gehen dagegen auf die Barrikaden.

Wer Wetterinformationen und -prognosen im Internet oder per App veröffentlichen will, benötigt meteorologische Daten. Einfache Wetter-Apps, die heute zur Grundausstattung von Smartphones gehören, greifen dabei meist auf Daten von globalen Wettermodellen zu, die für wenig Geld oder sogar gänzlich kostenlos verfügbar sind. So erfährt der Nutzer, wie kalt oder warm es gerade ist und wie häufig sich in den nächsten Tagen vielleicht die Sonne zeigt.

Für genauere Prognosen sind hochaufgelöste Wettermodelle nötig, in die nicht nur Daten vieler regionaler Wetterstationen einfließen, sondern beispielsweise auch Informationen von Radarstationen und Erdbeobachtungssatelliten. Und das hat seinen Preis. In Deutschland gibt es zwei Institutionen, die Wetterdaten im großen Stil erheben: der staatliche Deutsche Wetterdienst (DWD) und die MeteoGroup, ein multinationales Unternehmen mit Zentrale in Großbritannien und eigener Wetterbeobachtungs- und Messstationen-Infrastruktur.

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