Federgewicht
Acers leichtes 14-Zoll-Notebook Swift 5 (SF514-52T)
Besonders leichte Notebooks müssen nicht besonders teuer sein: Acer bietet sein weniger als ein Kilogramm leichtes Swift 5 (SF514-52T) schon für unter 1000 Euro an.
Huch, ist das nur ein Leergehäuse? Diesen Eindruck hatten etliche Kollegen, als sie das Acer Swift 5 hochgehoben haben. Aber nein, das Notebook ist dank seines Magnesium-Gehäuses schlicht sehr leicht – 940 Gramm leicht, um präzise zu sein. Zum Vergleich: Bei kompakten 13,3-Zöllern sind 1,2 bis 1,3 Kilogramm üblich.
Der Vergleich hinkt sogar etwas, denn das Swift 5 hat einen 14-Zoll-Bildschirm und damit etwas mehr Bildfläche. Dank IPS-Technik bleiben die Farben auch beim Blick von der Seite ansehnlich, allerdings lässt dabei die Helligkeit sichtbar nach. Weil die maximale Helligkeit zudem nur 220 cd/m2 beträgt, fallen Spiegelungen auf der glatten Bildschirmoberfläche dann stärker ins Auge. Der Bildschirm lässt sich auch per Finger bedienen – ganz ohne die sonst obligatorische Glasscheibe vor Display und Bildschirmrahmen.
USB-C-Docking
Eine Buchse im USB-C-Format gibt außer USB- auch DisplayPort-Signale aus und kann zum Laden des Akkus verwendet werden. Zusammen mit einem USB-C-Dock kann das Swift 5 also denselben Docking-Komfort bieten, der bislang teuren Business-Notebooks vorbehalten war [1]. Das beiliegende Netzteil hat einen klassischen Rundstecker, zu dem eine dedizierte Buchse am Notebook gehört. Zwei USB-Buchsen im klassischen Typ-A-Format erlauben das Anschließen von älterer Peripherie ohne Adapter; gleiches gilt dank HDMI-Ausgang auch für Monitore. Auf einen Kartenleser muss man verzichten.
Konfigurationen
Acer verkauft das Swift 5 (SF514-52T) wie hier getestet mit Core i5-8250U, 8 GByte Arbeitsspeicher und 256-GByte-SSD für 940 Euro. Mit etwas schnellerem Core i7-8550U und doppelt so viel Speicherplatz sind es 1120 Euro. Bei Redaktionsschluss tauchten in Preisvergleichen weitere Modelle auf, doch deren technische Ausstattung unterschied sich trotz anderer Konfigurationsbezeichnungen nicht von den beiden genannten Varianten. Das Schwestermodell Swift 5 Pro (SF514-52TP) verbindet den Core i5 mit der 512-GByte-SSD; auf Letzterer ist Windows 10 Pro statt Home vorinstalliert.
Höhere Bildschirmauflösungen sieht Acer nicht vor; alle Konfigurationen haben wie das Testgerät ein blaues Gehäuse mit goldfarbenem Scharnier und ebensolcher Tastenbeschriftung. Auf der beleuchteten Tastatur tippt man eher weich, dank ausreichend Hub und spürbarem Anschlag aber nie schwammig. Der Cursorblock wurde in eine Zeile gequetscht und um zwei Tasten mit Bild Auf/Ab ergänzt. Das Touchpad erkennt Gesten mit bis zu vier Fingern, ein in die Handballenablage eingelassener Fingerabdruckleser erlaubt biometrisches Einloggen mittels Windows Hello.
Der Lüfter rauscht bei anhaltender Rechenlast mit an sich akzeptabler Lautstärke von 0,7 Sone, stört aber mit hochfrequentem Pfeifen. Bei geringer Systemlast bleibt das Notebook flüsterleise; kurze Lastspitzen steckt das Kühlsystem ohne Aufheulen weg. Der Akku hält bei geringer Last und auf innenraumtaugliche 100 cd/m2 abgedunkeltem Bildschirm gut 12 Stunden durch. Wer die CPU nicht permanent unter Volldampf setzt, übersteht also einen Arbeitstag, ohne dass das Netzteil zwingend mitgenommen werden muss – auch das spart unterwegs Gewicht.
Nach dem Abschrauben der Bodenplatte fanden wir im Inneren eine kleine Überraschung in Form eines unbenutzten zweiten M.2-Schachts. Der Arbeitsspeicher ist hingegen aufgelötet und lässt sich somit nicht erweitern.
Fazit
Das Swift 5 ist eines der leichtesten Notebooks, das man derzeit kaufen kann. Acer hat dies sogar mit einem potenten Core-i-Vierkernprozessor der U-Familie geschafft, statt auf ein lüfterlos kühlbares Modell der schwächeren Y-Schiene (ehemals Core m) zu setzen. Die Möglichkeit, die USB-C-Buchse für Docking zu verwenden, gefällt; der fehlende Kartenleser hingegen weniger. Auch würden dem Gerät Ausstattungsvarianten mit mehr Arbeitsspeicher oder höher auflösenden Bildschirmen gut zu Gesicht stehen.
Weniger als ein Kilogramm Gewicht und einen Core-i-Vierkern bietet sonst nur das Fujitsu LifeBook U938 (13,3 Zoll) zu Preisen ab 2000 Euro. Die 1,1 Kilogramm leichten Toshiba Portégé X20W (12,5 Zoll) und X30 (13,3 Zoll) kosten ähnlich viel; für das Asus ZenBook Flip S UX370UA (13,3 Zoll) sind mindestens 1200 Euro gefragt. In günstigen Leichtgewichten wie dem Asus VivoBook E12 (11,6 Zoll), die man schon ab 200 Euro bekommt, arbeiten lahme Atom-Derivate wie der Celeron N3350 (siehe auch S. 102). (mue@ct.de)