Hoch getaktet
4K-tauglicher Gaming-PC mit übertakteter Hexa-Core-CPU
Der Spielerechner G-Dream Revision 7.1 Air liefert genügend Leistung auch für Spiele in 4K-Auflösung. Um lärmempfindliche Menschen dabei nicht zu verschrecken, hat der Hersteller unter anderem die Grafikkarte umgebaut.
Damit grafisch anspruchsvolle PC-Spieletitel auf 4K-Monitoren flüssig laufen, sind ein Sechskern-Prozessor, 16 GByte Arbeitsspeicher sowie eine potente Grafikkarte nötig. Hardware4U schnürt diese Kombination im Gaming-PC G-Dream Revision 7.1 Air zusammen.
Als i-Tüpfelchen kitzelt der Hersteller aus dem Core i5-8600K durch Übertakten zusätzliche Performance heraus, hat aber zugleich darauf geachtet, dass der Rechner sehr leise läuft: Das Gehäuse ist im Inneren mit Dämmmatten ausgekleidet. Drei große, langsam drehende 14-Zentimeter-Lüfter von Noctua stellen sicher, dass es Prozessor und GeForce-GTX-1070-Grafikkarte auch bei Volllast nicht zu warm wird. Bei Letzterer hat Hardware4U den von MSI vorinstallierten Kühlkörper durch einen riesigen Heatpipe-Block ersetzt, unter dem zwei 12-cm-Lüfter hängen.
Nach dem Einschalten bootet der G-Dream Revision 7.1 Air innerhalb von 18 Sekunden das vorinstallierte Windows 10. Die NVMe-SSD ist zwar mit bis zu 3,2 GByte/s beim Lesen rasend schnell, ihre Kapazität von 250 GByte ist für einen Spiele-PC aber zu knapp bemessen. Titel wie Battlefield 1 oder GTA V beanspruchen jeweils über 50 GByte, sodass die SSD schon mit vier Spielen überquillt – und die Windows-Installation braucht auch noch Platz. Dann bleibt als Alternative nur, auf die vergleichsweise langsame 1-TByte-Festplatte des Rechners auszuweichen.
Hohe Spiele-Leistung
Die GeForce GTX 1070 liefert genug Dampf, um 3D-Spiele wie Assassin’s Creed Origins, Deus Ex oder Rise of the Tomb Raider in 4K-Auflösung (3840 × 2160) flüssig zu spielen – sofern man nicht die allerhöchsten Qualitätsstufen aktiviert. Dabei bleibt der Rechner angenehm leise (0,3 Sone). Selbst unter gleichzeitiger Volllast auf Prozessor und Grafikkarte gibt er nur ein niederfrequentes Rauschen von sich, das nicht stört (0,6 Sone).
Durch die Übertaktung der CPU auf 4,5 GHz legt die Single-Thread-Performance des Core i5-8600K im Rendering-Benchmark Cinebench R15 um vier und bei Last auf allen sechs Kernen um sieben Prozent zu. Die CPU-Leistungsaufnahme überzieht die Thermal Design Power von 95 Watt durch die Übertaktung mit 113 Watt nur mäßig. Bei ruhendem Windows-Desktop konsumiert der Gaming-PC 32 Watt. Wegen der zusätzlichen Festplatte ist er nicht ganz so sparsam wie unser ähnlich ausgestatteter Bauvorschlag für einen (nicht übertakteten) Intel-Allrounder mit GeForce GTX 1070 aus c’t 26/2017, der mit 26 Watt auskommt.
Das Schnittstellenangebot des G-Dream Revision 7.1 Air lässt kaum Wünsche offen: So kann die Grafikkarte per DisplayPort 1.4 und HDMI 2.0 vier 4K-Displays mit 60 Hz ansteuern. Am USB-3.1-Controller Asmedia 3142 hängt je eine USB-Buchse vom Typ A und Typ C, die Daten mit 1 GByte/s liefern. Damit ist der Rechner für schnelle externe Peripheriegeräte gerüstet.
Fazit
Der G-Dream Revision 7.1 Air liefert hohe 3D-Performance und bleibt dabei flüsterleise. Im Unterschied zur Massenware großer PC-Hersteller überzeugt der Rechner auch im Inneren mit vorbildlicher Kabelführung. Bei einem Preis von rund 1800 Euro sollte ein aktueller Gaming-PC jedoch mindestens eine 500-GByte-SSD mitbringen, weil inzwischen einige Spiele schon über 100 GByte belegen. (chh@ct.de)