c't 9/2018
S. 35
News
Technische Software

Onshape Professional fördert CAD-Teamwork

Onshape hat seine CAD-Pakete Standard und Professional mit dem Modul Design Data Management 2.0 auf einen komplett neuen Ansatz umgestellt. Entwicklerteams sollen damit einerseits CAD-Aufgaben und Modellierungen bewältigen und andererseits ihre Zusammenarbeit koordinieren.

Die Entwickler müssen ihre Projekte jetzt nicht mehr in Form diskreter Dateien pflegen, sondern arbeiten mit virtuellen Dateien, welche die Software für jede Sitzung aus einer Cloud-Datenbank erzeugt. Dadurch sollen alle Entwickler zentralen Zugang zu allen benötigten Zeichnungen und Begleitdaten wie etwa Stücklisten erhalten und alle Informationen im selben Arbeitsgang bearbeiten können.

Außerdem ersetzt die Datenbank eine herkömmliche Versionskontrolle und soll auch parallel arbeitende Entwickler jederzeit benachrichtigen, wenn eine neue Modell-Version freigegeben worden ist. Für diesen Zweck kann die eingebaute Workflow-Verwaltung auf zwei vordefinierte Ablaufschemata zurückgreifen: eines zum Freigeben eines neuen Release-Candidates und ein weiteres zum Ausmustern eines überholten Datensatzes.

Anders als mit einem gesonderten PDM-Paket (Product Data Management) lassen sich damit Modelle mit Detail-Änderungen ohne Kontextwechsel direkt aus der CAD-Umgebung freigeben. Beide Workflows pflegen außerdem die Liste mit IDs der aktuell verwendeten oder nur noch als Ersatzteil zugänglichen Komponenten. (hps@ct.de)

Eagle 8.7 erleichtert Bibliothekspflege

Autodesk hat das Bibliotheks-Management im CAD-Programm Eagle 8.7 komplett überarbeitet. Neue Schaltplansymbole lassen sich durch Copy & Paste der Pin-Konfiguration aus dem Datenblatt zeitsparend erstellen.

Damit entfällt das mühsame manuelle Zeichnen von Gehäuseformen (Footprint): In der aktuellen Programmversion sucht der sogenannte IPC-Footprint Wizard über eine Online-Bibliothek nach passenden, IPC-konformen Gehäusen und importiert diese ins Layout. Anwender können bestehende Gehäusezeichnungen neuerdings mit einem Editor modifizieren; dabei entsteht automatisch ein 3D-Modell.

Seit der im Dezember vorgestellten Version 8.4.3 (siehe c’t 1/2018, S. 60) hat das Programm einen Push-and-Shove-Router dazugewonnen. Wenn der Anwender ein Bauteil im Layout verschiebt, routet diese Funktion alle Verbindungsleitungen dorthin automatisch neu. Der in Version 8.6 erneuerte CAM-Prozesser kann Dateien im Gerber-Format anzeigen und liefert Fertigungsvoransichten mitsamt Statistiken, die bei der Kostenberechnung helfen. (Mathias Poets/hps@ct.de)