c't 9/2018
S. 34
News
Apple

macOS 10.13.4 mit Licht und Schatten

Externe eGPU-Einheiten beschleunigen diverse Grafik-Anwendungen. Apple hat nun eine Kompatibilitätsliste für Gehäuse und Grafikkarten veröffentlicht.

Das Ende März erschienene macOS-Update 10.13.4 stört USB-Grafikerweiterungen und bringt die eGPU-Technik zum Betrieb von externen Grafikkarten an Thunderbolt-3-Macs mit.

eGPU-Grafik-Einheiten beschleunigen Metal-, OpenGL- und OpenCL-Anwendungen. Auch lassen sich Virtual-Reality-Headsets am Gehäuse nutzen. eGPU-Karten auf Basis der Polaris-Architektur (AMD Radeon RX 570, RX 580 oder Radeon Pro WX 7100) eignen sich laut Apple für die Gehäuse OWC Mercury Helios FX, PowerColor Devil Box, Sapphire Gear Box und die Sonnet-Boxen eGFX Breakaway 350W, 550W und 650W.

Karten mit AMD Radeon RX Vega 56 (AMD-Vega-56-Architektur wie Sapphire Vega 56 und XFX Vega 56) eignen sich für die Gehäuse OWC Mercury Helios FX, PowerColor Devil Box, Sonnet eGFX Breakaway Box 550W sowie 650W. Für Karten mit AMD Radeon RX Vega 64, Vega Frontier Edition Air und Radeon Pro WX 9100 (Architektur AMD Vega 64) empfiehlt Apple Sonnets eGFX Breakaway Box 650W.

Einige USB-Grafikerweiterungen und Apps kommen mit dem macOS 10.13.4 nicht zurecht. DisplayLink, Hersteller der gleichnamigen Software, warnt daher vor dem Upgrade, denn externe Bildschirme bleiben bis zu einer Lösung dunkel. Mit der Software lassen sich Videosignale per USB-Kabel vom Mac über Docks, Adapter oder USB-Displays ausgeben.

Außerdem funktionieren die Apps Duet Display, Air Display und iDisplay nicht, mit denen sich der Bildschirm auf iOS-Geräten erweitern lässt. Updates seien in Arbeit, versprechen die Hersteller. (dz@ct.de)

GarageBand-Steuerung per Mimik

Nach Gestik auch Mimik: Mit dem iPhone X lässt sich erstmals menschliche Mimik zur Steuerung nutzen.

Apple setzt das mit dem iPhone X eingeführte Face-Tracking in einer ersten App als Eingabemethode ein: In GarageBand 2.3.3 erfasst das iPhone mittels der TrueDepth-Kamera Gesichtsausdrücke und nutzt sie zur Steuerung bestimmter Klangeffekte. So werde eine „Freihandsteuerung von Musikeffekten wie Gitarren-Wah“ möglich, erklärt Apple. Die Gesichtsdaten werden nur auf dem Gerät verarbeitet.

Gewährt man der App Zugriff auf die Kamera, blenden Instrumente wie das Alchemy-Synth ein Gesichts-Icon ein. Tippt man es an, wird die Funktion aktiviert. Zur Steuerung werden vorrangig Veränderungen im Mundbereich verwendet, beispielsweise das Öffnen des Mundes. In einem Kurztest klappte das bei einem Nuztzer mit Vollbart jedoch nicht; die Mimik von rasierten Gesichtern erkannte das iPhone X hingegen wie erwartet.

Zu den weiteren Neuerungen zählen der Stompbox-Effekt „Modern Wah“ und ein „Spielzeug“ genanntes Soundpaket. (dz@ct.de)

Apple-Chef: Automatisierung nicht schlimm

Die Automatisierung wird nach Ansicht von Apple-Chef Tim Cook in allen Arbeitsbereichen Einzug halten: Man müsse sich mit der Idee des lebenslangen Lernens anfreunden, da Arbeitsplätze „kannibalisiert und durch andere ersetzt werden“, betonte der Apple-Chef in einem Interview mit MSNBC und Recode. Bei dem, „was jeder von uns tut, gibt es ein Element, das im Laufe der Zeit automatisiert wird“, so Cook – das sei aber „nicht schlimm“. Man müsse nur schon jetzt darüber nachdenken, wie man für die „Jobs der Zukunft“ ausbilde, die hochgradig Software-basiert sein werden.

Regierungen und Konzerne müssten gemeinsam daran arbeiten, dass neue Arbeitsplätze in Branchen geschaffen werden, die stark von der Automatisierung betroffen sind. „Wir sollten nicht einfach alle herumsitzen und darauf warten, dass die Regierung uns sagt, was wir tun sollen.“ Cook tritt seit längerem für ein frühzeitiges Erlernen von Programmierkenntnissen ein. Das solle ein Pflichtfach in Schulen werden und sei inzwischen wichtiger als das Erlernen von Fremdsprachen. (dz@ct.de)