Minimalistisches Linux: Slax 9.4.0
Die kleine Linux-Distribution Slax stellt nur geringe Anforderungen an die eingesetzte Hardware: Nach dem Start des Live-Systems beansprucht es nur rund 125 MByte RAM. Will man einen Webbrowser nutzen, sollten aber mindestens 512 MByte Arbeitsspeicher vorhanden sein. Für den Betrieb auf älteren Rechnern steht neben einer 64-Bit-Fassung auch ein ISO-Image für 32-Bit-x86-Systeme zum Download bereit.
Die Liste der vorinstallierten Programme ist übersichtlich: Auf dem Desktop sind das die Terminalemulation Xterm, der Dateimanager PCManFM, der Texteditor Leafpad, die Prozessverwaltung LXTask und der Taschenrechner Qalculate. Als Webbrowser dient Chromium, die Netzwerkverbindungen verwaltet Wicd und ZIP-, TAR- und andere Dateien entpackt Xarchiver. Zum Anzeigen von Bildern ist das Konsolentool feh an Bord, Screenshots fertigt scrot. Die Desktop-Oberfläche stellt der Windowmanager Fluxbox; der Compositor Compton übernimmt Desktop-Effekte wie Schattenwurf und Transparenz. Mit Hilfe des Desktop-Menüs, das ein Rechtsklick auf den Desktop öffnet, lassen sich schnell die Bildschirmauflösung und das Tastaturlayout anpassen.
Als Paketbasis dient Debian Stable, in den umfangreichen Repositories stehen daher reichlich weitere Pakete zur Installation bereit. Die erledigt man mit apt auf der Kommandozeile; ein grafisches Frontend fehlt. Für die Installation einiger Programme sind allerdings „One-click-to-install“-Links angelegt. Auf diese Weise lassen sich schnell der VLC Mediaplayer und das Kryptowährungs-Wallet VoteCoin nachrüsten.
Eine Installation von Slax auf der Festplatte ist nicht vorgesehen. Wird beim Booten der persistente Modus ausgewählt, speichert Slax die vorgenommenen Änderungen – sofern es das Speichermedium zulässt. (lmd@ct.de)