c't 9/2018
S. 31
News
Server & Storage

SAS 4.0 mit 24 GBit/s und U.3 für Tri-Mode

SlimSAS-Kabel wie das DeLock 85080 haben SFF-8654-Stecker und eignen sich auch für PCIe-4.0-Signale. Bild: DeLock

Allmählich reift die Generation 4.0 von Serial Attached SCSI (SAS) heran. Mit 24 GBit/s verdoppelt SAS 4.0 die Transferrate von SAS 3.0 alias „12 GB/s SAS“. Eine SAS-4.0-Lane überträgt somit bis zu 3 GByte/s.

Noch wurden keine Hostadapter und Controller-Chips angekündigt, aber hier und da tauchen Hinweise auf Broadcom BCM9465 und BCM9560 auf. Solche Adapter werden für PCIe 4.0 ausgelegt sein, was bisher noch nicht in den verbreiteten Servern mit x86-Prozessoren zu haben ist, sondern nur in den POWER9-Maschinen von IBM.

Auch Rackspace und Google entwickeln einen POWER9-Server, nämlich den Zaius Barreleye G2. Darin soll eine „Tri-Mode“-Backplane zum Einsatz kommen, die sowohl SAS 4.0 als auch SATA 6G und PCIe 4.0 übertragen kann.

Zur Verbindung zwischen Server-Mainboard beziehungsweise Hostadapter und Backplane mit PCIe 4.0 x4 oder SAS 4.0 x4 gibt es einen Steckverbinder namens SFF-8654. Er kommt bereits auf dem Broadcom-Adapter MegaRAID SAS 9365-28i zum Einsatz. Amphenol nennt den Steckverbinder Ultraport SlimSAS oder auch Simline SAS, es gibt auch Varianten mit acht Lanes (x8). (ciw@ct.de)

Microsoft will SSD-Performance erhöhen

Zusammen mit den CNEX Labs hat Microsoft das Projekt Denali ins Leben gerufen. Danach sollen SSDs in großen Rechenzentren nur noch grundlegende Aufgaben erledigen: Bad-Block- und Media-Management sowie Schutz vor Stromausfällen. Sie sollen schlicht eine Reihe von Flash-Blöcken bereitstellen, ohne sich um deren Verwaltung zu kümmern.

Mapping, Garbage Collection und Wear Leveling sollen zentral für alle SSDs gemeinsam geschehen. Microsoft verspricht sich von der Aufteilung nicht nur mehr Performance und eine bessere zentrale Verwaltung, sondern auch Kostenvorteile und eine schnellere Einführung neuer SSDs.

Microsoft will den Standard für die Industrie freigeben, was die Entwicklung beschleunigen soll. Als Partner hat das Unternehmen bislang die Flash-Produzenten Intel, Samsung und SK Hynix, den SSD-Controller-Hersteller Marvell sowie Broadcom und Lite-on gewonnen.

Linux unterstützt bereits seit Version 4.4 sogenannte Open-Channel-SSDs; die Aufgabenverteilung im LightNVM genannten Framework ähnelt der nun von Microsoft vorgeschlagenen. Auch die EMC-Tochter DSSD hatte bereits ein ähnliches Konzept vorgestellt. (ll@ct.de)