Lebensverlängerung für ISA-Karten
Noch immer stecken in manchen Industriecomputern Erweiterungskarten nach steinaltem ISA-Standard. Solche Karten mit Spezialfunktionen können schwer zu ersetzen sein. Das führt zu Problemen, wenn der Rechner ausfällt, in dem die ISA-Karte steckt – denn es gibt kaum noch Mainboards mit ISA-Slots.
Eine Alternative sind passive PICMG-1.0-Backplanes, auf denen der Computer-Teil ebenfalls als Steckkarte sitzt. Solche Backplanes sind relativ günstig erhältlich und ICP Deutschland kündigt für Juni eine passende Single-Board-Computer-(SBC-)Steckkarte mit halbwegs aktueller Intel-Technik an: Auf dem WSB-BT sitzen Bay-Trail-Chips, entweder der Celeron J1900 (vier Kerne) oder der Celeron N2807 (zwei Kerne). Mit einem SO-DIMM lassen sich bis zu 8 GByte DDR3L-Hauptspeicher aufstecken. Für Massenspeicher stehen zwei SATA-II-Ports bereit, alternativ ist eine mSATA-SSD oder CompactFlash anschließbar. Außer einem USB-3.0- und einigen USB-2.0-Ports gibt es einen Parallelport und 4 × RS-232 sowie zwei Gigabit-Ethernet-Chips. Der WSB-BT ist ab etwa 300 Euro erhältlich. (ciw@ct.de)