Notizbuch-App
Mit der kostenlosen Notizen-App Zoho Notebook sammelt man Gedanken, Bilder und Checklisten. Webseiten-Inhalte finden ebenfalls ein übersichtliches Zuhause.
In der englischsprachigen Web-App Zoho Notebook findet man sich schnell zurecht. Einen ersten Überblick über die Funktionen des digitalen Notizbuchs liefert die kurze Einführungstour. Wer noch kein Zoho-Konto besitzt, erstellt eines: Mail-Adresse eintragen und Passwort vergeben, das ist alles. Außer der Web-App gibt es Zoho Notebook auch als App für Android und iOS sowie als macOS-Anwendung. Der Datenabgleich gelingt geräteübergreifend per Cloud-Sync. Nach eigenen Angaben speichert Zoho Daten europäischer Nutzer in Rechenzentren in Amsterdam und Dublin. Lokal speichern lassen sich Inhalte nicht.
Über die Browser-Erweiterung „Web-Clipper“ lassen sich beliebige Webseiten-Inhalte ins Notizbuch einfügen. Die Erweiterung gibt es für Chrome, Firefox und Safari. Damit nimmt man wahlweise einen Screenshot der aktuellen Browser-Ansicht auf oder fügt per Drag & Drop einzelne Bildelemente zum Notizbuch hinzu. Zusätzlich lassen sich direkt in der Erweiterung Notizen anfertigen – die Web-App selbst kann geschlossen bleiben.
Zoho Notebook zeigt Notizbücher als stilisierte Büchlein an. Namen und Cover-Design lassen sich leicht ändern: In dem nach einem Rechtsklick aufpoppenden Menü wählt man dazu den „Info-Button“. Zur Auswahl stehen 32 mitgelieferte Abbildungen, alternativ lassen sich eigene Bilder hinzufügen. Was zunächst nach Spielerei aussieht, hilft, schneller das gewünschte Notizbuch zu finden. So könnte beispielsweise die Sammlung zur Urlaubsvorbereitung das Lieblingsfoto der letzten Reise erhalten. Wenn der Anwender nicht ausdrücklich ein anderes Notizbuch auswählt, landen Einträge im Standardnotizbuch.
Alle Einträge zeigt Zoho Notebook auf Karteikarten an, unterteilt in vier Inhaltstypen: Texte, Bilder, Dateianhänge und abhakbare Checklisten. Man kann Einträge per Mail verschicken, Erinnerungen einstellen, die Kartenfarbe ändern und Karten löschen. Am flexibelsten lassen sich Textkarteikarten gestalten: Hier kann man außer Texten auch Bilder und Checklisten hinzufügen. Andersherum klappt das nicht: Eine Bildkarteikarte enthält immer genau ein Bild und eine Checkliste immer nur abzuhakende Einträge. Anders als in der Mobil-App lassen sich in der Web-App keine Freihandskizzen anfertigen und keine Videos anzeigen.
Durch Gruppieren von Karten bringt der Anwender Ordnung in die digitale Loseblattsammlung: einfach die Karten mit gedrückter Maustaste übereinander ziehen. Zoho Notebook stellt sie dann als Kartenstapel dar. Aufheben lässt sich die Gruppierung nicht im Ganzen, lediglich einzelne Karten kann man aus dem Stapel befördern.
Zoho Notebook empfiehlt sich für alle, denen OneNote und Evernote zu umfangreich und die üblichen Notizen-Apps wie Google Keep zu eingeschränkt sind. (apoi@ct.de)