DDR spielen
Wie man Computer und Spielautomaten aus der DDR emuliert
Die KC-85-Computer oder die Poly-Play-Spielautomaten aus der DDR kennt heute fast keiner mehr. Umso spannender, die faszinierenden Geräte in einem Emulator auszuprobieren.
Nur wenige zehntausend Stück wurden von den Heimcomputern und Spielautomaten der DDR produziert. Sie sind unter Sammlern wenig verbreitet und kaum auf Retro-Veranstaltungen zu finden. Aber es gibt eine Reihe von Emulatoren, auf denen man Software aus Ostdeutschland mit wenig Aufwand ausprobieren kann.
Aus drei Gründen sind die DDR-Rechner besonders gut zum Emulieren geeignet: Erstens sind sie technisch relativ einfach aufgebaut, denn sie nutzen den verbreiteten Prozessor Z80 (in der unlizenzierten U880-Variante, siehe S. 112) und haben keine speziellen Grafik- oder Soundprozessoren. Zweitens: Während bei Westrechnern wie dem Commodore 64 oder dem Amiga das Arbeiten mit Emulatoren immer eine rechtliche Grauzone darstellt und beim Betriebssystem, beim BASIC und vor allem bei den Spielen zumindest auf Schutzrechte geachtet werden sollte, sieht die Lage bei DDR-Computern entspannter aus. Die Hersteller existieren nicht mehr; außerdem gab es in der DDR kein Urheberrecht auf Software, befand ein damaliges Urteil. Und die allermeisten Spiele wurden sowieso kostenlos verbreitet.