c't Extra 2019
S. 118
Titel
Technik-Embargo in der DDR

Computer verboten

Das DDR-High-Tech-Embargo und seine Folgen

Westfirmen durften während des Kalten Krieges keine High-Tech in den Ostblock verkaufen. Die DDR produzierte deshalb selbst Chips und andere Computerhardware – überwiegend Kopien.

Nicht nur Waffen und Nukleartechnik, sondern auch Mikroelektronik war für den sozialistischen Ostblock tabu: Das hatte die „CoCom“ in den 1950er-Jahren entschieden, ein von den größten westlichen Industrienationen gegründeter Ausschuss („Coordinating Committee on Multilateral Export Controls“). Die umfangreiche Verbotsliste mit strategisch wichtigen Technologien und Waren wurde regelmäßig aktualisiert. Obwohl das Embargo eine Vereinbarung ohne rechtliche Bindung war, hielten sich die meisten Firmen daran – sie befürchteten Sanktionen.

Da weder Fertigungsanlagen noch fertige Chips oder komplette Rechner importiert werden durften und die anderen Ostblock-Länder vor dem gleichen Problem standen, blieb der DDR nichts anderes übrig, als selbst in die Produktion von Computern zu investieren. Dennoch war sie auf Embargo-Ware angewiesen, etwa auf Fertigungsanlagen für Halbleitertechnik.

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