c't 12/2021
S. 66
Test & Beratung
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Der Sechskernprozessor Intel Core i5-11400F hat keine Grafikeinheit. Dafür kostet er lediglich 165 Euro und eignet sich gut für Gaming-PCs.

Die preiswerteste Rocket-Lake-CPU tritt, was Preis und Kernanzahl betrifft, gegen AMDs Ryzen 5 3600 (190 Euro) an. Weil Intel für Core-i-Prozessoren mit „F“ am Ende der Bezeichnung Halbleiter-Dies mit abgeschalteter oder defekter Grafikeinheit nimmt, benötigt man zwingend eine Grafikkarte. Dafür kostet der Core i5-11400F aber auch rund 20 Euro weniger als der Core i5-11400 mit Xe-GPU.

Im Rendering-Benchmark Cinebench R23 liegt die Intel-CPU bei der Singlethreading-Leistung unter anderem wegen des höheren Turbotakts 13 Prozent vor dem teureren Ryzen 5 3600. Sind alle sechs Kerne inklusive SMT ausgelastet, kehrt sich das Bild um: Dann schlägt ihn der Ryzen-­Sechskerner mit 10 Prozent Vorsprung dank des höheren Nominaltakts von 3,6 statt 2,6 GHz. Bei der Effizienz unterscheiden sich die beiden CPUs nur geringfügig. Der Core i5 liefert 73 Cinebench-Punkte pro Watt, beim Ryzen 5 sind es 76.

In seiner Paradedisziplin 3D-Spiele kann sich der Core i5-11400F hingegen klar von seinem AMD-Pendant absetzen. Mit einer GeForce RTX 3090 lag die Bildrate bei Metro Exodus und Shadow of the Tomb Raider in Full-HD-Auflösung und hoher Qualitätsstufe jeweils rund 19 Prozent höher. Für Gaming-Systeme geht aus Preis-Leistungs-Sicht die Kaufempfehlung an den Core i5-11400F. (chh@ct.de)

Intel Core i5-11400F
LGA1200-Prozessor
Hersteller Intel, www.intel.de
Kerne, Takt (Turbo) 6+HT, 2,6 (4,4) GHz
Cinebench R23 1T / MT 1416 / 8666 Punkte
Leistungsaufn. Leerlauf / Volllast (Peak) 43 W / 106 W (229 W)
Preis 165 €

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