c't 17/2022
S. 160
Praxis
Gasspeicher-Füllstand auswerten
Bild: astora GmbH, Erdgasspeicher Rehden

Datenpipeline

Füllstände von Gasspeichern per API abrufen und auswerten

Der Bundeswirtschaftsminister hat Ende Juni die Alarmstufe im Notfallplan Gas ausgerufen, Unternehmen wie Haushalte machen sich Gedanken und werfen bange Blicke auf die Füllstände der Gasspeicher. Wer deren Daten systematisch auswerten will, bekommt sie aus einem kostenfreien API. Mit dem Python-Werkzeug Altair macht man daraus anschauliche Diagramme.

Von Jan Mahn

Spätestens seit dem Jahr 2020 ist es zur Gewohnheit geworden, das Ausmaß der jeweils aktuellen Krise in Form von Zahlen serviert zu bekommen. Lange war es die Corona-Inzidenz, die man in Dashboards mit Diagrammen und Kartenansichten täglich konsultierte. Später bildeten die Impfzahlen des Vortags die Datensätze des öffentlichen Interesses. Doch jetzt sind die Füllstände der deutschen Gasspeicher das nächste akute Problem. Gelingt es, die Speicher im Sommer so weit zu betanken, dass Deutschland einen wohlig warmen Winter 2022/23 erlebt? Und was passiert, wenn bald kein Gas mehr aus dem Osten Richtung Westen strömt?

Auftritt der GIE

Antworten kann die Organisation „Gas Infrastructure Europe“ (GIE) liefern, ein Verband europäischer Unternehmen aus der Gasbranche, also unter anderem Speicherbetreiber. Bisher war das Interesse an diesem Verband offenbar so gering, dass er nicht einmal einen deutschsprachigen Wikipedia-Artikel hat, jetzt steht er schlagartig im Mittelpunkt. Er macht nicht nur Lobbyarbeit, er sammelt auch Daten seiner Mitglieder ein, aggregiert sie und stellt sie auf seiner Website agsi.gie.eu bereit. AGSI+ steht für „Aggregated Gas Storage Inventory“ und enthält im Kern zwei Arten von Daten: erstens Füllstände sowie Einspeise- und Entnahmemengen, zweitens Nachrichten über Störungen sowie geplante und ungeplante Wartungen. Auf der Seite erfährt man unter anderem, dass allein die deutschen GIE-Mitglieder 242 Terawattstunden Gas in ihren Speichern einlagern können.

Alle heise-Magazine mit heise+ lesen

3,99 € / Woche

Ein Abo, alle Magazine: c't, iX, Mac & i, Make & c't Fotografie

  • Alle heise-Magazine im Browser und als PDF
  • Alle exklusiven heise+ Artikel frei zugänglich
  • heise online mit weniger Werbung lesen
  • Vorteilspreis für Magazin-Abonnenten
Jetzt unbegrenzt weiterlesen Vierwöchentliche Abrechnung.

Alle Ausgaben freischalten

2,95 € 0,25 € / Woche

Nach Testphase 2,95 € wtl.

  • Zugriff auf alle c't-Magazine
  • PDF-Ausgaben zum Herunterladen
  • Zugriff in der c't-App für unterwegs
Jetzt testen Nach Testphase jederzeit monatlich kündbar.

Ausgabe einmalig freischalten

5,90 € / Ausgabe

Diese Ausgabe lesen – ohne Abobindung

  • Sicher einkaufen im heise shop
  • Magazin direkt im Browser lesen
  • Dauerhaft als PDF behalten

Kommentare lesen (1 Beitrag)