c't Jahresrückblick 2022
S. 142
Markt & Trends
Digitalisierung im Gesundheitswesen
Bild: Albert Hulm

Digitaler Therapieplan

Ein Blick in die Krankenakte des deutschen Gesundheitssystems

Eine Bundesregierung nach der anderen versucht, das Gesundheitssystem zu digitalisieren. Als Triebfedern galten bislang jedoch nicht die Belange von Ärzten und Patienten, sondern der Datenhunger der Versicherungen und Pharmakonzerne. Ein Überblick über die Problemfelder zeigt, warum ein Umbau lange überfällig ist.

Von Detlef Borchers

Karl Lauterbach ist ein eifriger Bundesgesundheitsminister. Acht Gesetze und mehr als 40 Verordnungen hat er seit seinem Amtsantritt im Dezember 2021 initiiert. In dieser Zeitspanne brachte sein Vorgänger Jens Spahn gerade mal drei Gesetze ein. Als Spahn in der zweiten Hälfte seiner Amtszeit sechs Gesetze vorlegte, um die Digitalisierung des Gesundheitswesens zu beschleunigen, wurde er prompt zum „Turbominister“ deklariert. Genau diese von Spahn eingeleitete Digitalisierung ist jetzt unter Karl Lauterbach ins Stocken geraten. Dafür gibt es mehrere Gründe, technische wie den Chipmangel, aber auch politische wie die Suche nach einer neuen Digitalisierungsstrategie.

Vor der parlamentarischen Sommerpause versprach Karl Lauterbach, dass sein Haus im Herbst eine neue Digitalisierungsstrategie vorlegen werde, doch daraus ist nichts geworden. Aus der angekündigten Strategie wurde ein Digitalisierungsprozess mit Expertenanhörungen, acht Fachforen aller Beteiligten und verschiedenen Begleitveranstaltungen, von der Auftaktveranstaltung bis zur Vorstellung der endgültigen Strategie: „Auf die partizipativen Prozesse folgt eine intensive Auswertung der Beiträge als Grundlage der Strategie. Die Vorstellung der Strategie ist für das Frühjahr 2023 geplant“, heißt es in einer Infografik des Ministeriums.

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