Radio Gaga
Android Auto und CarPlay in Fahrzeugen jeden Alters nachrüsten
Ein gutes Infotainment-System sorgt mit Live-Verkehrsdaten und Unterhaltung für entspannteres Reisen. Im Prinzip lassen sich Fahrzeuge aller Altersklassen aufrüsten. Mal ist der Aufwand gering, mal muss man etwas tiefer in die Fahrzeugtechnik eingreifen.
Unterhaltung im Auto war schon immer ein schwieriges Thema: Weil Consumer-Elektronik sich schneller entwickelte als die Technik im Fahrzeug, musste man das Blaupunkt Heidelberg mit trojanischem Kassetten-Adapter füttern, damit die im Discman rotierende CD erklang. Wenige Jahre später nutzte man im selben Auto andere Umwege, um Bluetooth-Streaming nachzurüsten. Und navigiert wurde mit einem Saugnapf-Navi.
Die Pkw-Hersteller kamen bei der Digitalisierung schlicht nicht hinterher. Und selbst wenn: Ein Autoleben kann auch mal 20 Jahre und mehr dauern – in dieser Zeitspanne kommen und gehen unzählige Standards. Doch so langsam scheint das Ende der Fahnenstange erreicht: Das Handy hat mit Android Auto und Apple CarPlay das Armaturenbrett erobert. Musik kommt als Stream, das Kartenmaterial samt Echtzeit-Verkehrsinformationen aus dem Internet und Anrufe startet man per Sprachbefehl an den Personal Assistant auf dem Smartphone.
Die On-Board-Oberflächen aus dem Silicon Valley degradieren das Fahrzeug-Display zum reinen Anzeigegerät. Damit das langfristig in jedem Auto funktioniert, werden Apps und Funktionen auf dem Handy aktualisiert, während der Übertragungsweg gleich bleibt. So lohnt es sich auch für Besitzer älterer Autos, mit Android Auto und CarPlay in ein langlebiges Ökosystem zu investieren.
Wir haben uns deshalb auf eine Zeitreise durch die Dekaden vom Neuwagen bis zum Oldtimer gemacht und schildern im Folgenden die technischen Voraussetzungen für das Nachrüsten von Android Auto oder CarPlay. Interessanterweise sind die Herausforderungen bei sehr jungen und sehr alten Autos am geringsten. Schwieriger gestaltet es sich bei Gebrauchten aus diesem Jahrtausend, weil die Hersteller in diese oft schon eigene Infotainment-Systeme eingebaut haben, denen es aber sehr oft an Schnittstellen mangelt. Gelingt dort die Umrüstung, hat man dafür aber meist ein optisch ansprechendes Gesamtpaket.
Unser Streifzug bietet praktische Tipps und Anregungen für Fahrzeuge der jeweiligen Zeit. Manche unserer Tipps bewegen sich leicht fließend von einem Jahrzehnt zum nächsten, weil technische Innovationen in der Oberklasse debütieren und viel später in Kleinwagen landen. Je nachdem, welches Auto man pimpen will, lohnt sich deshalb ein etwas weiter gefasster Blick.
2020er: (Fast) alles schon an Bord
Bei Autos aktueller Baureihen ist es am einfachsten, in den Genuss von Android Auto und CarPlay zu kommen: In den meisten Modellen sind alle benötigten digitalen Schnittstellen schon vorhanden.
Wer einen jungen Gebrauchten oder Jahreswagen kauft und sein Handy ansteckt, braucht nicht nervös zu werden, wenn sich daraufhin auf dem Display nichts regt. In den meisten Fällen sind Handy-Schnittstellen Teil von Ausstattungspaketen, etwa in Kombination mit einer Handyablage mit Drahtlosladefunktion. Viele Neuwagenkäufer setzen bei solchen Gimmicks den Rotstift an und ordern lieber das beheizbare Lenkrad.
Wurde die Smartphone-Unterstützung seinerzeit nicht mitbestellt, steckt man trotzdem nicht in der Sackgasse: Sofern das Auto einen Touchscreen und eine USB-Buchse besitzt, liegt die Chance auf Android Auto und CarPlay bei nahezu einhundert Prozent. Die kabelgebundene Unterstützung lässt sich oft nachträglich aktivieren. So wirbt VW, dass jeder Volkswagen-Händler sie bei Modellen ab Baujahr 2016 gegen Gebühr freischaltet. Der Haken: Die Preise dafür liegen dann meist auf demselben Niveau wie seinerzeit bei der Bestellung des Autos. Sprich: Die nachträgliche Freischaltung kostet üblicherweise einen dreistelligen Betrag. Kein Schnäppchen, doch der Gang zum Händler lohnt sich in den ersten zwei Jahren meist trotzdem, denn nur bei einer offiziellen Freischaltung durch den Fachhändler bleibt die Garantie erhalten.
Technisch ist das Freischalten der Smartphone-Anbindung jedoch kein Hexenwerk: Es wird über die OBD-Schnittstelle lediglich eine Neukodierung im Steuergerät vorgenommen. Wenn die Garantie sowieso abgelaufen ist und man selbst etwas risikofreudiger, schaltet man die Funktion mit einem OBD-Dongle und einer zugehörigen Smartphone-App frei. Für Autos von BMW und VW bietet beispielsweise die Firma OBD-Eleven Dongle und App für rund 50 Euro an. Da der Funktionsumfang zwischen verschiedenen Modellen variiert, sollte man jedoch vor dem Kauf prüfen, ob für das Fahrzeug die Kodierung der Smartphone-Unterstützung damit möglich ist.
Wer es weniger kompliziert wünscht, greift in derselben Preisklasse zu OBD-Dongles, die beim einmaligen Anstecken an die Diagnosebuchse nach Einschalten der Zündung automatisch und dauerhaft die Smartphone-Schnittstelle freischalten. Solche Stecker findet man für fast jedes aktuelle Auto bei Amazon oder günstiger in China-Shops wie AliExpress.
Sobald man Android Auto und CarPlay entfesselt hat, kann man sich um mehr Komfort bemühen. Bei der Einführung beider Systeme im Jahr 2015 gab es noch keine drahtlose Nutzung. Und selbst heute muss man in der Android-Welt das Telefon bei den meisten Autos ans USB-Kabel hängen. Selbst wenn die Autos Bluetooth und 5-GHz-WLAN haben, braucht man kaum auf Updates der Pkw-Hersteller zu hoffen. Glücklicherweise kann man die Funkanbindung mit günstigen Drahtlos-Dongles nachrüsten. Sechs solcher Geräte haben wir auf Seite 62 getestet.
2010er: Bluetooth zieht ein
Ende der Zehnerjahre mussten die Hersteller in Sachen Infotainment Gas geben, denn Android Auto und CarPlay erschienen auf der Bildfläche. Das Smartphone mauserte sich zum universellen Begleiter und setzte Maßstäbe, vor allem, was die Touch-Bedienung angeht.
Freisprecheinrichtung und kabellose Kopplung via Bluetooth hielten Einzug in alle Fahrzeugklassen. Sie sorgen für mehr Sicherheit durch weniger Ablenkung beim Telefonieren. Bluetooth ist zwar standardisiert, aber Kopplung und Betrieb waren je nach Gegenstelle manchmal wackelig. Manch ein Fahrzeug aus dieser Ära unterstützt also Bluetooth, es läuft aber nicht immer stabil.
Abhilfe schaffen die Bluetooth-Kits von Vocomo (c’t 24/2021, S. 88), mit denen man einen aktuellen Bluetooth-Chip ins Fahrzeug integriert und die Audiosignale über den Line-In-Eingang ins Radio schiebt. Je nach Fahrzeug stehen die Adapter vorkonfiguriert als Plug-&-Play-Lösung bereit, sodass man sie ohne viel Gefrickel hinter das Infotainment-System stöpselt. Trotzdem ist der Einbau nicht trivial, weil man dafür das Display und Teile des Armaturenbretts ausbauen muss.
Ein größeres Farbdisplay in der Mittelkonsole gehört in den 10er-Jahren oft schon zur Grundausstattung. Allerdings fehlt in vielen Fahrzeugen ein Eingang, um das Display von externer Quelle zu speisen. Als Erstes sollte man nach einem analogen Videoeingang Ausschau halten, der meist als gelbe Cinch-Buchse etwa im Handschuhfach herausgeführt ist. Hier lässt sich ein SD-Signal einspeisen – nicht optimal, aber genug für die vereinfachte Darstellung von CarPlay und Android Auto.
Touch-Bedienung ist in dieser Dekade nicht immer zu finden, aber Nachrüstlösungen wie Taffios CP311 bringen einen Drehdrücksteller zum bequemen Navigieren gleich mit. Damit bewegt man sich wie mit dem ursprünglich von BMW etablierten iDrive-Wheel auf der vom Smartphone generierten Oberfläche.
Das in c’t 04/2022 (S. 73) vorgestellte Nachrüst-Kit ist besonders flexibel einsetzbar, da es neben analogem und digitalem Videoausgang auch Freisprechmikrofon und Bluetooth mitbringt. Ist kein Display vorhanden, lassen sich für den Automobilbereich verfügbare Nachrüst-Displays problemlos anschließen.
2000er: Vielleicht ein Display mit analogem Eingang
In den Nullerjahren war das Display im Dashboard längst keine Selbstverständlichkeit. Gut ausgeleuchte und blickwinkelstabile Bildschirme waren teuer und blieben hochpreisigen Fahrzeugen vorbehalten. Wer ein solches spazieren fährt, kommt vielleicht mit den oben erwähnten Adaptern zum Zuge.
Nicht herausgeführte Anschlüsse an Display und Radio stellen bei Fahrzeugen aus den Nuller- und Zehnerjahren oft das größte Problem dar. Wer ein wenig in Foren wühlt, findet oft die PIN-Belegung seines aktuellen Autoradios und manch ein Anschluss lässt sich mit einem modifizierten ISO-Stecker nach außen führen.
Alternativ lohnt sich ein Blick auf hochspezialisierte Nachrüstlösungen wie die auf einzelne Fahrzeuge abgestimmten Kits von Taffio. Mit Preisen von 400 bis 800 Euro sind sie nicht ganz billig, das hat aber auch seinen Grund: Bei manchen dieser Kits wird das Originaldisplay aus dem Auto ausgebaut und ersetzt. Das neue Display nimmt die Videosignale des Infotainment-Systems entgegen, ist aber zusätzlich mit CPU und Speicher sowie einem eigenen Betriebssystem ausgestattet. Es übernimmt die Originalkabel und wird zusätzlich an den internen AUX-Anschluss des Radios angeschlossen. Für eine lückenlose Integration werden die Kits oft mit passenden Blenden geliefert. Die eigentliche Anpassung steckt in der Software: Auch die Bedienung von Android Auto und CarPlay erfolgt dann über die Drehdrücksteller oder die Lenkradtasten des Autos.
Man nutzt anschließend entweder das Originalsystem des Autoherstellers oder schaltet über die Auswahl der Signalquellen auf das Android Auto oder CarPlay des Taffio-Displays um. Auch hier ist Plug & Play der Anspruch. Da diese Lösungen mitunter nur mit bestimmten Baujahren funktionieren, muss man vor der Bestellung die Kompatibilität prüfen.
2008 ist das Jahr, in dem die iPod-Verkaufszahlen ihren Höhepunkt erreichen. Der iPod ist auch das erste Gerät, das im Handschuhfach verschwindet und vom Infotainment-System gesteuert wird. Die in Modellen jener Jahre gängige iPod-Schnittstelle ist insofern ein Vorgänger der Smartphone-Schnittstellen, eben nur auf Audio beschränkt. Den späteren iPod-Modellen mit Videofähigkeit und analogem Videoausgang verdanken wir auch die Videoeingänge dieser Zeit. Wenn die Handbremse gezogen und nicht zufällig das Kabel zum Signaltaster getrennt ist, kann man den Videoeingang nutzen. Wer den Videoeingang dauerhaft für Android Auto oder CarPlay nutzen möchte, muss das „Handbrake-Problem“ seines Fahrzeugs adressieren.
90er: DIN ist Trumpf
In den 90ern wurden Autos außen knubbeliger und auch in den Cockpits jener Zeit verschmolzen die Formen. Die Radios waren häufig voll integriert oder zumindest hinter herstellerspezifischen Blenden versteckt. Der erste Blick sollte daher der Typenbezeichnung des Radios gelten, der zweite geht ins Internet. Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn nicht längst jemand auf YouTube das Cockpit zerlegt hätte. Die Sprache spielt keine Rolle, wichtig ist nur, was der Hobbymechatroniker am Ende in die Kamera hält, genauer gesagt, ob es sich um ein DIN- oder Doppel-DIN-Gerät handelt.
Ist dies der Fall, muss man nur nach einer passenden Display-Blende und der Ersatzhardware Ausschau halten. Namhafte Hersteller wie Sony oder Kenwood bieten noch heute Doppel-DIN-Radios mit Touchscreen und Unterstützung für Android Auto und CarPlay an. Die Investition in Adapter, die von den oft proprietären Herstellersteckern auf Standard-DIN-Stecker wandeln, ist lohnenswert. Ansonsten muss man die Belegung der Pfostenstecker herausfinden und gegebenenfalls zum Lötkolben greifen.
Komplizierter wird es, wenn das Originalradio mit seiner Segment-Anzeige oder seinem monochromen LCD nicht in einem Doppel-DIN-Schacht sitzt. Dann kommt man um ein Nachrüstdisplay nicht umhin. Die einfachste Variante ist eine externe Komplettlösung mit Saugnapfhalterung.
Hodozzys A3135 für rund 130 Euro ist ein Vertreter dieser Zunft. Im etwas bulligen Gehäuse steckt ein Sieben-Zoll-IPS-Display mit Touch, Mikrofon und Lautsprecher. Ist man handwerklich wenig begabt, befestigt man es per Saugnapf an der Scheibe und verbindet es über den 12-Volt-Stecker mit dem Bordnetz. Sofern das Armaturenbrett einen Platz bietet, lässt es sich mit der mitgelieferten Schraubhalterung dauerhaft montieren und der Strom über die Zündungsplus-Klemme im Sicherungskasten abgreifen.
Das A3135 bietet sich via Android Auto und CarPlay als Smartphone-Senke an und kann das Audiosignal über Bluetooth, analoges Audio oder UKW-Funk ins Bordsystem einspeisen. Für die UKW-Übertragung stellt man die Sendefrequenz im Menü ein und speichert die Frequenz im Autoradio ab. Die Qualität der UKW-Übertragung ist zwar schlechter als über Bluetooth, aber gut genug für Fahrzeuge dieser Altersklasse. Die Soundsysteme waren meist schwächer und die Umgebungsgeräusche deutlich stärker.
Audioeingänge findet man oft schon am bestehenden Bordsystem. Nicht selten ist eine Unterstützung für einen CD-Wechsler vorhanden, deren Aux-Eingang man für alternative Quellen umwidmen kann. Für manch ein Fahrzeug gibt es für wenig Geld eine Blackbox, die einen CD-Wechsler emuliert, einen Bluetooth-Zugang bietet und noch Freisprechfunktionen nachrüstet.
Das A3135 bietet einen weiteren Vorteil: Über den MicroSD-Einschub kann man Videos von einer Speicherkarte abspielen. Das Soundsystem des Fahrzeugs lässt sich zur Tonausgabe nutzen. Android Auto und CarPlay hingegen spielen bislang keine Videos ab, nicht mal im Stand bei angezogener Handbremse.
Die wilden 80er und davor
Nun befinden wir uns endgültig in einer Fahrzeugära, in der das Infotainment-System noch Autoradio hieß und die Kompaktkassette das Speichermedium der Wahl war. Zum Glück blieb vom Zigarettenanzünder der 70er noch die 12-Volt-Buchse übrig und stereofoner UKW-Sound gehörte auch zu Major Toms Zeiten zum guten Ton.
Entworfen wurden die Fahrzeuge noch am Reißbrett, was aus Nachrüstperspektive durchaus ein Vorteil ist. Viel mehr als einen mit ein paar Spezialwerkzeugen entnehmbaren Kasten im DIN-Format hatte man nicht zu befürchten. Ein Panzerknacker-Kit mit allen gängigen Entnahmewerkzeugen gibt es für schlankes Geld bei Amazon, also besser nicht mit dem Schraubendreher oder Mutters Nagelfeile herumprokeln. Im schlimmsten Fall hat man den vierstelligen Pin-Code vergessen und muss das Altgerät ohnehin entsorgen.
Sitzt man vor einem rechteckigen Loch, schlägt die Stunde der Headunits mit ausfahrbarem oder schwenkbarem Display. Solche Radios bieten beispielsweise Pioneer mit dem AVH-Z7200DAB (rund 600 Euro) oder Sony mit dem XAV-AX8050D (rund 500 Euro) an. Ihr Vorteil: Sie passen in die antiquierten DIN-Schächte und ihr Display ragt rund zwei Finger breit ins Fahrzeug hinein. An der Front haben sie ein Scharnier, das ein Touchscreen-Display von rund sieben bis neun Zoll hält. Bei manchen Fahrzeugen hat man das Glück, dass das Display nur die Lüftungsdüsen verdeckt. Schirmt es dagegen die Heizungsregler ab, kann man es bei Bedarf in die Waagerechte klappen – nicht ganz praktisch, aber besser als nichts.
Der Vorteil beim Austausch des kompletten Radios ist hier wie bei Doppel-DIN-Radios der 90er-Jahre, dass die modernen Geräte alles mitbringen: Bluetooth und Smartphone-Unterstützung sind automatisch an Bord. Gleiches gilt für ein externes Mikrofon zur Sprachsteuerung. Durch die inzwischen digitalen Endstufen brauchen sie noch weniger Platz und liefern satteren Sound als alte Radios.
Als Goodie gibt es auf Wunsch – meist gegen Aufpreis – eine Funkfernbedienung, die ans Lenkrad geklebt oder geklettet wird. Ein Videoeingang für eine separate Rückfahrkamera oder DAB-Tuner stehen bei manchen ebenfalls hoch im Kurs.
Nachteil der neuen Radios: Sie passen absolut nicht zum Charme von Young- und Oldtimern. Kaum jemand dürfte seinen BMW 2002 oder einen ikonischen Strichachter Benz mit einem Neun-Zoll-Display verschandeln wollen. In diesem Fall bleibt auch hier der Griff zum oben genannten Saugnapf-Display. Oder zumindest in der Android-Welt doch die Handyhalterung und das Smartphone, denn anders als die meisten wissen, lässt sich die Android-Auto-Oberfläche mit einem Trick (siehe Kasten) weiterhin direkt auf dem Smartphone-Display nutzen.
Fazit
Zumindest mit der Saugnapf-Variante hat man jedes Auto im Handumdrehen gepimpt – natürlich ist diese Art der Nachrüstung alles andere als nahtlos. Soll Android Auto oder CarPlay mit dem bestehenden System verschmelzen, ist im Einzelfall deutlich mehr Aufwand nötig. Je nach Baujahr fallen dann Kosten von rund 400 bis knapp 1000 Euro an.
Wer es sich nicht traut, Teile des Armaturenbretts oder dessen Verblendungen auszubauen und den Eingriff an die Fahrzeugelektrik scheut, kann das einer Werkstatt überlassen. Das macht die Umrüstung aber deutlich teurer. Dafür kann man das Smartphone danach während der Fahrt getrost links liegen lassen. Und nachrüsten ist in den meisten Fällen immer noch billiger, als ein moderneres Auto zu kaufen. (sha@ct.de)