c't 19/2023
S. 68
Titel
Tablets: mit E-Ink-Display

Schreibwütig

Vier Tablets mit Stift und E-Ink-Bildschirm im Vergleich

Schreiben fast wie auf Papier: Das Versprechen machen Amazon Kindle Scribe, Boox Tab Ultra C, Huawei MatePad Paper und reMarkable 2. In der Umsetzung unterscheiden sich die Geräte aber deutlich.

Von Robin Brand und Michael Link

Bisher waren die Aufgaben von E-Paper-Displays klar umrissen: In E-Readern zeigen sie Text, an vielen Supermarktregalen Preise an und hier und da stecken sie in Smart-Home-Gerätschaften, zum Beispiel smarten Thermostaten. Doch seit kurzem wissen vermehrt Hersteller die Vorzüge der augenschonenden Bildschirme für neue Zwecke einzusetzen: Als E-Ink-Schreibttablets könnte man eine neue Gerätegattung bezeichnen. Das sind Tablets mit E-Ink-Bildschirmen, auf denen man mithilfe eines Digitizers (Stift zur Dateneingabe) Notizen anfertigt. Wir haben vier Geräte unter die Lupe genommen, vom aufs Wesentliche reduzierten reMarkable 2, der nicht viel mehr als ein digitaler Notizblock sein will, bis hin zum Boox Tab Ultra C mit vollwertigem Android. Das Huawei MatePad Paper und Amazons Kindle Scribe komplettieren das Testfeld. Vom auf der Messe CES im Januar für Anfang des Jahres angekündigten Lenovo Smart Paper waren bis Redaktionsschluss keine Testgeräte verfügbar.

Äußerlich ähneln sich die Tablets stark: Allesamt sind sie mit ähnlich großen E-Ink-Bildschirmen ausgestattet. Der des Kindle misst 10,2 Zoll in der Diagonalen, die anderen sind einen Hauch größer (10,3 Zoll). Die Bildschirme sitzen exzentrisch im Gehäuse, ein seitlicher Gehäuserand ist jeweils deutlich breiter als die anderen und dient als Haltegriff und Daumenablage. Die Hersteller verwenden für die Gehäuse viel Glas, Metall und bündig sitzenden Kunststoff. Das von Kunstleder ummantelte Huawei MatePad Paper liegt besonders angenehm in der Hand und rutscht auch ohne Hülle nicht aus schwitzigen Fingern.

Die fast identischen Bildschirmmaße lassen es vermuten: Die Geräte sind allesamt ähnlich groß, etwa 23 × 19 Zentimeter und zwischen 4,7 (reMarkable 2) und 6,7 Millimeter dick (Boox Tab Ultra C, mit Kameraerker 9 Millimeter). Dennoch ist das Fliegengewicht von Huawei ein gutes Stück leichter als das Boox Tab am anderen Ende der Skala (373 g vs. 483 g). Wer das Tablet auch als Ersatz für den E-Book-Reader verwenden will, wird das beim längeren Lesen bemerken. Wasser- oder staubdicht ist keines der Geräte, ein Nachteil gegenüber vielen modernen E-Readern.

Farbig und monochrom

Drei der Testkandidaten – Kindle Scribe, MatePad Paper und reMarkable 2 – sind mit monochromen E-Paper-Displays bestückt. Die flimmerfreie und blickwinkelunabhängige Technik leuchtet nicht selbst und kommt der Anmutung von Papier sehr nahe. E-Paper-Displays punkten bei der Anzeige statischer Inhalte. Für Bewegtbildinhalte taugen sie nicht, weil die Mikrokügelchen im Display ihre Ausrichtung für jede Änderung des Bildinhaltes physisch ändern müssen, entsprechend langsam ist der Bildaufbau.

Boox verwendet für das Tab Ultra C ein E-Ink-Display mit Farbfilter, genauer: ein Panel der Kaleido-3-Serie. Dessen Hersteller E Ink druckt die Farbfilter direkt auf die Polymerschicht mit den Tintenkügelchen. Die Displays können 4096 Farben anzeigen, ihre Farbsättigung gegenüber dem Vorgängermodell Kaleido Plus hat E Ink nach eigenen Angaben um 30 Prozent verbessert. Einen Vergleich mit herkömmlichen LCDs oder gar OLEDs besteht die E-Ink-Technik aber nicht: Nach wie vor wirken Farben blass und entsättigt. Außerdem fällt bei näherer Betrachtung das Raster der Farbschicht auf, die mit nur 150 dpi Auflösung sichtbar körniger ist als die 300-dpi-Schwarz-Weiß-Schicht des Displays. Dennoch ist der farbige Bildschirm des Boox-Tablets besser für Magazine oder Comics geeignet als die monochromen Konkurrenten. Diese unterscheiden sich ebenfalls untereinander: Das Kindle ragt mit 300-dpi-Bildschirm heraus. Die Bildschirme im Huawei- und reMarkable-Tablet stellen lediglich 227 Bildpunkte pro Zoll dar.

Durch den 150-dpi-Farbfilter ist das Pixelraster des Boox Tab Ultra C bei farbigen Inhalten sichtbar grobkörniger als die monochromen E-Inks.
Durch den 150-dpi-Farbfilter ist das Pixelraster des Boox Tab Ultra C bei farbigen Inhalten sichtbar grobkörniger als die monochromen E-Inks.

Will man sich vorlesen lassen, statt selbst zu lesen, ist das reMarkable keine Option. Es ist weder mit Lautsprechern ausgestattet, noch bindet es Bluetooth-Kopfhörer an. Letzteres ist die einzige Option, mit dem Kindle Scribe Hörbücher zu hören. Die beiden anderen Tablets sind überdies mit Lautsprechern ausgestattet. Die des MatePad Paper tönen überraschend voluminös und kräftig, die des Boox Tab Ultra dagegen dünn und blechern.

Aufs Tablet gekritzelt

Amazon, Boox und reMarkable setzen auf die Technik des japanischen Unternehmens Wacom, um Gekritzel auf dem Bildschirm zu digitalisieren: Die Stifte funktionieren auch auf den jeweils anderen Tablets mit Wacom-Layer, inklusive der Radiergummifunktion. Wenn wie beim reMarkable 2 kein Digitizer beiliegt, aber ein Wacom-Stift zur Hand ist, muss man nicht zu den teils sehr teuren Originalen der Hersteller greifen. Huawei verwendet ein proprietäres Protokoll für die Kommunikation von Stift und Tablet, Stifte anderer Hersteller akzeptiert das MatePad Paper nicht.

Um das Schreiben auf Papier zu imitieren, rauen Amazon und reMarkable die Displayoberfläche spürbar an, weshalb diese Tablets ein besonders natürliches Schreibgefühl vermitteln. Über den nicht ganz so rauen Boox-Bildschirm gleitet der Stift einen Hauch zu widerstandslos, während sich die gummierte Spitze des Huawei-Pens bei zu viel Druck geradezu im Display festbeißt. Eine störende Eingabeverzögerung haben wir bei keinem der Tablets wahrgenommen.

Alle Tablets erkennen die Neigung der Stifte und bis zu 4096 Druckstufen. Beim Amazon Kindle reagierten allerdings nur die Stylustypen Bleistift und Marker auf unterschiedlich festes Aufdrücken. Den anderen hinterlegten Stiften – Füller und Filzstift – war es herzlich egal, mit wie viel Druck wir auf dem Bildschirm herumfuhrwerkten. Auf der Habenseite kann Amazon das sauberste Schriftbild für sich verbuchen: Das hochauflösende Panel ohne störende Farbfilter macht sich in kantenschärferen Buchstaben vor allem bei kleinen Schriften bemerkbar.

Will man nicht nur Notizen anfertigen, sondern auch in PDFs und E-Books markieren und notieren, stellt sich das Kindle etwas tölpelhaft an. Markieren lässt es überhaupt nicht zu. Um Notizen anzufertigen, muss man erst die entsprechende Stelle antippen. Dort erscheint dann eine Art digitales Klebchen, das nach dem Beschriften wieder einklappt. Auf die Notiz weist fortan nur noch ein kleines Symbol an der entsprechenden Stelle hin, das sie aufklappt, wenn man darauf tippt. Deutlich intuitiver haben das die anderen drei Hersteller gelöst, sowohl PDFs als auch EPUBs kann man nach Herzenslust markieren, bemalen und mit Anmerkungen zukleistern.

Amazon und reMarkable vertreiben zwei Stifte für ihr Tablet, einen Nichtskönner, der nur schreibt und eine Version mit Radierer. Amazon hat zudem einen Knopf im Premiummodell untergebracht, der zum Beispiel von Bleistift auf Marker wechselt. Boox liefert das Tab Ultra C standardmäßig mit Radierstift aus. Der Huawei-Stift wechselt per Doppeltipp auf eine berührungssensitive Fläche zwischen Schreiben und Radieren.

Texte abfotografieren und auf dem Tablet weiterbearbeiten geht nur mit dem Boox Tab Ultra, wenn auch nicht komplett fehlerfrei.
Texte abfotografieren und auf dem Tablet weiterbearbeiten geht nur mit dem Boox Tab Ultra, wenn auch nicht komplett fehlerfrei.

Die Handballenerkennung haben alle Hersteller ohne Fehl und Tadel implementiert. Unterschiede gibt es bei der Handschrifterkennung. Besonders das Huawei-Tablet offenbart Talent, selbst die schlimmste Sauklaue zu entziffern, und das sogar offline. Fast genauso gut und ebenfalls offline gelingt das dem Boox Tab Ultra. Das reMarkable-Tablet dagegen besteht auf einer Internetverbindung, bevor es sich an die Arbeit macht, wandelt Handschrift dann aber treffsicher in Druckschrift um.

Einen Sonderweg geht Amazon mit dem Kindle Scribe. Zunächst wandelte das Kindle Handschrift überhaupt nicht um, die Funktion hat Amazon seit unserem Einzeltest aber per Update nachgereicht. Amazon macht es aber noch immer unnötig schwer. Denn das Kindle bietet die Textumwandlung nur an, wenn man auf „Notiz teilen“ tippt. Das ist freilich nur bei bestehender Internetverbindung möglich. Lokales Umwandeln gibt es nicht.

Wer Dokumente bearbeiten will, die noch nicht digitalisiert sind, dem macht es Boox einfach: Die rückwärtige Kamera fotografiert gedruckte Dokumente und wandelt sie in PDF-Dateien um. Alternativ erkennt die Software den Text per OCR, sodass man ihn in ein Dokument kippen und direkt weiterbearbeiten kann. Einen Nachteil hat die rückwärtige Kamera aber: Sie ragt wenige Millimeter aus dem Gehäuse heraus. Verwendet man das Tablet als Notizblock auf dem Tisch, kippelt es beim Schreiben. Eine Hülle, die das ausgleicht, verkauft Boox für 50 Euro, ein Tastaturcover kostet 110 Euro.

Hardware

Große Unterschiede offenbaren sich beim Blick auf die Bedienoberflächen der Tablets. Die klar umrissenen Aufgaben von Kindle Scribe und reMarkable 2 – vornehmlich digitaler Notizblock und E-Reader – machen sich auch optisch bemerkbar: Das reMarkable legt die Notizbücher auf dem Homescreen ab, Symbole informieren über Akkustand und WLAN-Empfang. Ein Icon am linken oberen Bildschirmrand führt ins übersichtliche Menü. Dort kann man zum Beispiel die Notizen durchsuchen, sich über den freien Speicher informieren, eine WLAN-Verbindung herstellen oder ein reMarkable-Konto hinterlegen, um die Notizen über mehrere Geräte zu synchronisieren – und das wars dann auch schon.

Die Spitzen des reMarkable-Stifts verschleißen mit der Zeit und sind teuer: Neun Stück kosten 14 Euro
Die Spitzen des reMarkable-Stifts verschleißen mit der Zeit und sind teuer: Neun Stück kosten 14 Euro
Amazon und reMarkable (Foto) bieten optional Stifte an, mit deren Kopf man Geschriebenes radieren kann. Beim Boox Tab Ultra ist er inklusive.
Amazon und reMarkable (Foto) bieten optional Stifte an, mit deren Kopf man Geschriebenes radieren kann. Beim Boox Tab Ultra ist er inklusive.

Nicht ganz so spartanisch geht es auf dem Kindle Scribe zu: Ein Wisch vom oberen Bildschirmrand öffnet ein Schnelleinstellmenü. Am unteren Bildschirmrand warten vier Reiter: Auf der „Startseite“ informiert das Kindle zum Beispiel über neu im Kindle-Store erschienene Bücher, die anderen Reiter gewähren den Schnellzugriff auf die Bibliothek und die Notizbücher. Unter „Mehr“ versteckt Amazon Leselisten, Webbrowser und Einstellungen.

Boox- und Huawei-Tablet sind mit ihrem Android-Betriebssystem einem breiteren Aufgabenspektrum gewachsen. Vor allem das Tab Ultra C versteckt seinen Funktionsumfang nicht. Der Homescreen erinnert mit Startmenü, Widgets und Icons mehrerer vorinstallierter Apps an Android-Bedienoberflächen, wie man sie von Smartphones gewohnt ist. Auch der Google Play Store grüßt ab Werk vom Startbildschirm. Neue Apps legt der Launcher auf einem zweiten Homescreen ab, den man per Wischer nach links erreicht. So kann man auch alternative Notiz-Apps installieren und ist – anders als bei Amazon und reMarkable – nicht aufs Hersteller-Universum angewiesen, um Notizen über mehrere Geräte zu synchronisieren. Hier und da wirkte das System im Test aber noch unfertig, manche Systemdialoge erschienen in Englisch, andere waren sehr hölzern übersetzt.

Das Huawei-Android hat mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen. So sucht man Googles Play Store vergeblich auf dem Tablet. Da der Konzern keine Google-Services installieren darf, läuft auf dem MatePad Paper der Android-Fork HarmonyOS. Huawei installiert nur die nötigsten Apps vor, darunter eine Notiz- und Bücher-App, einen Browser, ein E-Mail-Programm, einen Kalender und den eigenen App-Store. Der ist aber nach wie vor schlecht sortiert und per APK-Datei direkt installierte Anwendungen zicken oftmals, so auch die Notiz-Apps OneNote und Evernote, die wegen einer deutlichen Eingabeverzögerung unbenutzbar sind.

Die Offline-Handschrifterkennung des Huawei MatePad Paper arbeitet auf hohem Niveau, wenngleich sie mit manchem Nachnamen so ihre Probleme hat.
Die Offline-Handschrifterkennung des Huawei MatePad Paper arbeitet auf hohem Niveau, wenngleich sie mit manchem Nachnamen so ihre Probleme hat.

Auf dem Startbildschirm informieren Widgets über Mails und Termine, außerdem werden dort aktuelle Notizen und Bücher abgelegt. Unterhalb des Startbildschirm-Icons sind vier Reiter untergebracht, über die man alle Notizen, die gespeicherten Bücher, den schlecht sortierten Huawei-Buchladen und eine Übersicht aller installierten Apps erreicht.

In Sachen Bedienung weicht Huawei nicht vom Android-Original ab: Per Wisch vom seitlichen respektive unteren Bildschirmrand gelangt man zur Übersicht zuletzt geöffneter Anwendungen, schließt die aktuelle oder geht einen Schritt zurück. Alternativ navigiert man über die Drei-Knopf-Leiste. Etwas mehr Eingewöhnung erfordert die Bedienung des Boox. Auf einen Wisch vom unteren Bildschirmrand reagiert das Tablet unterschiedlich, je nachdem ob man vom linken (zuletzt geöffnete Apps), mittigen (Startbildschirm) oder rechten Rand (Displayeinstellungen) nach oben wischt. Äußerst praktisch ist eine frei platzierbare kreisrunde Fläche, von Boox „Quickball“ genannt, die nach Antippen etliche, verschiedene Befehle wie „zurück“, „Refresh“ oder „Screenshot“ aufruft.

Um der anspruchsvollen Software Herr zu werden, pflanzen Boox und Huawei ihren Tablets weit potentere Hardware ein, als sie üblicherweise in Readern oder Tablets mit E-Paper-Displays zu finden ist. Boox greift auf einen Snapdragon 662 zurück, Huawei verwendet einen Kirin 820E, beide Tablets sind mit 4 GByte Hauptspeicher bestückt. Die Performance entspricht etwa der eines Mittelklasse-Smartphones. So gehen die Tablets auch dann nicht in die Knie, wenn man häufiger zwischen mehreren Apps hin- und herwechselt. Allerdings tricksen die verhältnismäßig schnellen Prozessoren die Physik der E-Ink-Bildschirme auch nicht aus und so werden die fleißigen Allround-Tablets im Alltag doch vom langsamen Bildaufbau ausgebremst.

Jede Menge Platz für E-Books und lokal gespeicherte Audiodateien bieten Boox (128 GByte), Huawei (64 GByte) und wahlweise Amazon (16, 32, 64 GByte). Der interne Speicher des Tab Ultra ist zudem per MicroSD-Karte erweiterbar. Die 8 GByte des reMarkable reichen immer noch für einen turmhohen Notizzettelstapel und eine umfangreiche Urlaubslektüre.

Fazit

Mit 10,3 Zoll großen E-Ink-Bildschirmen, Stiftfähigkeit und wertiger Verarbeitung ähneln die Tablets einander auf den ersten Blick. Je nach Anforderung fällt die Entscheidung aber dennoch leicht: Sucht man vor allem einen großen E-Reader, auf dem man auch Notizen verfassen kann, ist der Kindle Scribe das Tablet der Wahl. Er verbindet alle Vorzüge der Kindle-E-Reader und ist um die Notizfunktion erweitert. Diese steht nach Updates den anderen digitalen Notizbüchern in kaum etwas nach, sofern man sich nicht an der Bindung ans Amazon-Universum stört.

Die Kamera des Boox Tab Ultra dient als Dokumentenscanner, allerdings kippelt das Tablet, wenn man es ohne Hülle benutzt.
Die Kamera des Boox Tab Ultra dient als Dokumentenscanner, allerdings kippelt das Tablet, wenn man es ohne Hülle benutzt.

In dieser Hinsicht zeigt sich vor allem das Boox Tab Ultra C mit Android 11 offener. Neben der vorinstallierten Notiz-App versteht es sich auch auf Alternativen wie OneNote oder Evernote. Das Farbdisplay ist von Vorteil, wenn man viele Magazine oder Comics auf dem Tablet liest. Für Bücher sind herkömmliche E-Ink-Displays besser geeignet, weil sie Schwarz-Weiß kontraststärker darstellen. Boox vertreibt das Tab Ultra auch mit schwarz-weißem E-Ink-Carta-Display.

Wie auf dem Boox ist auch auf dem Huawei MatePad Paper Android installiert, allerdings ein Huawei-Derivat, das ohne Google-Dienste und Play Store auskommen muss. Alternative Notiz-Apps waren im Test aufgrund nerviger Eingabeverzögerung unbenutzbar, glücklicherweise verrichtet die Huawei-eigene Lösung ihren Dienst zuverlässig, und auch als E-Book-Reader macht das Leichtgewicht eine gute Figur.

Den Gegenentwurf zum Kindle Scribe gibt das reMarkable 2. Als Urahn der digitalen Notizbücher heißt es hier: Notizen first, E-Books second. Es versteht sich zwar auf EPUBs, aber Lese-Apps wie Kindle, Kobo oder Onleihe lassen sich nicht installieren. Das superflache Tablet punktet mit einem natürlichem Schreibgefühl, guter Handschrifterkennung und synchronisiert die Merkzettel in der Cloud auf allerlei Geräte. (rbr@ct.de)

E-Ink-Notiztablets
Modell Kindle Scribe Boox Tab Ultra C MatePad Paper reMarkable 2
Hersteller, URL Amazon, amazon.de Onyx, kex-tech.com Huawei, huawei.com reMarkable, remarkable.com
Maße, Gewicht 196 mm × 226 mm × 5,8 mm, 433 g 225 mm × 185 mm × 6,7–9 mm, 483 g 225 mm × 182 mm × 6,7 mm, 373 g 187 × 246 × 4,7 mm, 406 g
Display E-Ink Paperwhite (10,2 Zoll, 300 dpi) E-Ink Kaleido 3 (10,3 Zoll, 300 dpi Monochrom, 150 dpi Farbe) E-Ink Carta (10,3 Zoll, 227 dpi) E-Ink Carta (10,3 Zoll, 227 dpi)
Konnektivität WLAN (nur 2,4 GHz), Bluetooth WLAN, Bluetooth WLAN, Bluetooth WLAN, Bluetooth
Formate Kindle Format 8 (AZW3), Kindle (AZW), TXT, PDF, ungeschützte MOBI, PRC nativ; HTML, DOC, DOCX, JPEG, GIF, PNG, PMP, EPUB nach Konvertierung; Audible-Audioformat (AAX) PDF, DJVU, CBR, CBZ, EPUB, AZW3, MOBI, TXT, DOC, DOCX, FB2, CHM, RTF, HTML, ZIP, PRC, PPT, PPTX,PNG, JPG, BMP, TIFF, WAV, MP3 EPUB, PDF, TXT, FB2, HRC, HTML, DOC, DOCX, RTF, PPT, PPTX, DPS, XLS, XLSX, ET, MOBI EPUB, PDF
Preis 16 GByte: 369 € (Standard-Stift) / 399 € (Premium-Stift), 32 GByte: 419 € (Premium-Stift), 64 GByte: 449 € (Premium-Stift) 649 € (inklusive Stift) 499 € (inklusive Stift und Hülle) 349 € (nur Tablet), Marker 79 €, Marker Plus 129 €, Type Folio 199 €

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