c't 2/2025
S. 128
Wissen
Mobile Quantencomputer
Bild: KI, Collage c’t

Quantencomputing to go

Auf dem Weg zum mobilen Superrechner

Noch füllen Quantencomputer ganze Räume. Doch bereits bevor der erste leistungsfähige Quantenrechner existiert, will die bundeseigene Agentur für Innovation in der Cybersicherheit (Cyberagentur) die ersten mobilen Geräte entwickeln lassen. Forscher verfolgen verschiedene Ansätze, um sich dieser Herausforderung zu stellen.

Von Sabrina Patsch

Die ersten Computer waren vor 80 Jahren schrankgroße Monster. 35 Jahre dauerte es bis zum ersten Desktop-PC, keine zehn Jahre später folgte der erste Laptop. Die Miniaturisierung von Technik ist ein natürlicher Schritt, der nun auch dem Quantencomputer bevorsteht. Doch anders als beim klassischen Computer streben Entwickler im Quantencomputing bereits nach mobilen Geräten, noch bevor Quantencomputer irgendein relevantes Problem lösen können – egal welcher Größe.

Nach einer Ausschreibung vergab die Agentur für Innovation in der Cybersicherheit (Cyberagentur) im vergangenen September drei Aufträge an internationale Technologieunternehmen, um einen mobilen Quantencomputer zu entwickeln. Die Cyberagentur ist Bestandteil der nationalen Sicherheitsstrategie der Bundesrepublik Deutschland, sie wurde 2020 gemeinsam vom Bundesverteidigungsministerium und dem Bundesinnenministerium gegründet. 35 Millionen Euro investiert sie über 30 Monate, um die Entwicklung mobiler Geräte für Sicherheits- und Verteidigungsszenarien zu fördern. Das Projekt soll Deutschland auf dem Gebiet der mobilen Quantencomputer an die Weltspitze bringen und die digitale Souveränität des Landes stärken, so die Cyberagentur.

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