Mac & i 6/2021
S. 26
Praxis
NAS statt Foto-Cloud
Bild: jirsak, stock.adobe.com, freepik.com; Montage: Mac & i

Foto-Backup privat

iPhone-Fotos automatisch auf dem eigenen NAS speichern

Es geht auch ohne kostenpflichtige Abos: Um wertvolle iPhone-Fotos zentral zu sichern und von dort verteilen zu können, bieten viele Anbieter von Netzwerkspeichern eigene Lösungen sowie zugehörige iOS-Apps.

Von Andreas Grote

Die beste Kamera ist die, die man immer dabei hat. Und so wundert es nicht, dass iPhone-Anwender und -Anwenderinnen über die Jahre eine Menge Material anhäufen. Darunter befinden sich viele wertvolle Aufnahmen, die man nicht verlieren möchte, weil sie sich nicht noch einmal knipsen lassen: Bilder vom Hausbau, vom Familienurlaub, vom Kindergeburtstag, mit Freunden, vom Abschluss. Wer keine Foto-Cloud nutzen möchte (siehe Seite 18), sollte sich daher auch über den Schutz dieser Daten ein paar Gedanken machen.

Datenverlust droht nicht nur aufgrund eines Defekts – das iPhone fällt in den Hotel-Pool oder auf harten Boden –, sondern es kann ja auch verloren gehen oder geklaut werden. Oder der Fehler liegt beim Nutzer selbst: Häufig werden Fotos versehentlich vom iPhone gelöscht. Dabei hat Apple eine einfache Backup-Funktion für Fotos in das iPhone integriert: Nach dem Aktivieren der Option „Einstellungen/Fotos/iCloud-Fotos“ landet eine Kopie jeder Aufnahme automatisch in Apples iCloud (und wird vom Datenkontingent abgezogen). Im Verlustfall lassen sich die Fotos dort wieder herunterladen. Allerdings stellt eine Cloud-Lösung für viele Nutzer keine Option dar, da man keine Kontrolle darüber hat, was mit den privaten Daten auf den fremden Servern passiert. Die Daten sind nicht Ende-zu-Ende-verschlüsselt und das geplante und aktuell in der Schublade liegende Vorhaben, alle Fotos auf Kinderporno-Inhalte zu scannen (siehe Mac & i Heft 5/2021, S. 52), hat das Vertrauen in Apple nicht gerade gestärkt.

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