Make 2/2016
S. 96
Anleitung
Aufmacherbild
Eine einfache 3D-Animation. Der Code dazu wird online vorgestellt (URL am Ende des Artikels).

Programmieren durch Strippenziehen: Pure Data

Programmieren, ohne Code zu schreiben, ist eine der Stärken von Pure Data. So ist der Einstieg nicht nur leicht, sondern man kommt auch sehr schnell zu Ergebnissen. Das selbst erstellte grafische Programm enthält gleich nebenbei noch alle Bedienelemente und kann im laufenden Betrieb geändert werden.

Ein Synthesizer in Pure Data: der Miniwoog von coloscope. Die URL zum Download steht am Ende des Artikels.

Pure Data, auch Pd genannt, ist der modulare Synthesizer unter den Programmiersprachen. Man kann aber mit dieser Software nicht nur Klänge erzeugen, sondern beispielsweise auch interaktive 3D-Animationen oder Spiele. Wie es sich für eine zeitgemäße Musiksoftware gehört, arbeitet Pd komplett in Echtzeit. Das hat vor allem zwei Konsequenzen: Man kann mit Pd Synthesizer entwickeln und diese dann live auf einem Keyboard, per Computer-Tastatur oder Maus spielen, und man kann das Programm ändern, während es läuft. Letzteres ermöglicht Live Coding. So nennt man Konzerte, bei denen auf der Bühne das Programm zum Musikmachen programmiert und gleichzeitig gespielt wird. Pd ist Open Source und deshalb kostenfrei für Linux, BSD, Windows und OS X erhältlich.

Ein Beispielprogramm in Pure Data
Ein Drumcomputer in Pure Data: newscoolish1r von Martin Brinkmann. Hier sieht man zwischen den Bedienelementen noch die Strippen. Die URL zum Download steht am Ende des Artikels.

Programmiert wird in Pd, indem man Objekte durch Strippenziehen miteinander verbindet. Texteingaben benötigt man in den meisten Fällen nur dazu, den richtigen Namen des Objekts einzugeben. Auf den folgenden Seiten zeige ich Schritt für Schritt, wie man ein erstes einfaches Programm (bei Pd üblicherweise Patch genannt) zusammenklickt. Anschließend folgen Anleitungen zu etwas raffinierteren Beispielen: ein Synthesizer, der eine Zufallsmelodie spielt und eine 3D-Animation.

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