MIT Technology Review 1/2017
S. 76
Fokus
Künstliche Intelligenz
Aufmacherbild
Illustration: Mathis Rekowski

Baukasten für Intelligenz

Maschinenlernen gilt als Hochtechnologie schlechthin. Wer sie einsetzt, den umweht ein Hauch Genialität. Dabei ist es gar nicht so schwierig.

Wer als Unternehmer von der Konkurrenz bewundernde Blicke bekommen will, sollte sich schnellstens ein Geschäftsmodell ausdenken, das auf künstlicher Intelligenz (KI) basiert. Denn Firmen, die selbstlernende Algorithmen nutzen, umweht oft ein Hauch von Genialität, weil die Technologie als ebenso komplex wie visionär gilt. Die Realität aber ist deutlich weniger kompliziert.

Die Anwendung maschinellen Lernens hat sich in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt demokratisiert. Mittlerweile gibt es zahlreiche KI-Anwendungen, die jeder nutzen kann. Zum einen wird die nötige Hardware wie KI-spezialisierte Rechenkarten immer besser und billiger. Zum anderen ist die Software deutlich leichter zugänglich als früher. Unternehmen wie Google oder Amazon bieten im Internet mittlerweile KI-Baukästen an, teils sogar als Open-Source-Lösung. „Plötzlich haben deutlich mehr Menschen Zugang zu dieser Technologie“, sagt Stefan Rüping, Big-Data-Experte beim Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS. „Das hat eine richtige Gründungswelle in diesem Bereich ausgelöst.“ Um aus den Open-Source-Angeboten wie Torch, TensorFlow oder Caffe (siehe Kasten) eine funktionierende Softwarelösung zu entwickeln, braucht man zwar deutlich mehr als nur Grundkenntnisse im Programmieren. Dennoch können damit auch IT-Experten, die nicht schon jahrelang zum Thema forschen, in vernünftiger Zeit zum Ziel gelangen. Gerade für Start-ups, bei denen Geld und somit Zeit meist knapp sind, können die Angebote eine große Hilfe sein.

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