MIT Technology Review 11/2019
S. 38
Horizonte
Energie
Mit Oxford PV kehrt die Solarzellen-Produktion nach Deutschland zurück. Foto: Oxford PV und Christian Ditsch/ Ullstein Bild

Die Sonne kehrt zurück

Das Unternehmen Oxford PV bereitet in Brandenburg den Einstieg in die Massenproduktion von Perowskit-Solarzellen vor. Halten die Briten ihre Versprechen, könnten langfristig selbst die Photovoltaik-Giganten aus China ins Wanken geraten.

Von Denis Dilba und James Temple

Knapp 160 Meter lang und 80 Meter breit ist die Industriehalle in Brandenburg an der Havel, 60 Kilometer ­westlich von Berlin. Hier will das britische Unternehmen Oxford PV die nächste Solar-Revolution starten. Noch ist unter dem gewaltigen Flachdach neben Hochregallagern, einem kleinem Labor und einer rund 20 Meter langen Pilotanlage allerdings sehr viel Platz. Frank Averdung, Chef von Oxford PV, bittet ­daher um etwas Fantasie, als er bei einem Rundgang auf die rechte Hallenhälfte deutet: „In diesem Teil bauen wir die erste Ausbaustufe unserer neuen Produktionslinie auf.“ In den kommenden Monaten soll der Schweizer Anlagenhersteller Meyer Burger, größter Einzelinvestor von Oxford PV, das erste Equipment liefern. Bereits im nächsten Jahr soll die Produktion ­beginnen – zunächst mit einer jährlichen Kapazität von 100 Megawatt, später mit 250 Megawatt.

Im Vergleich zu den zweistelligen Gigawatt-Produktionen aus China ist das unbedeutend. Dennoch hat die Fertigung Umsturzpotenzial. Sie wäre die weltweit erste für eine ganz neue Zellengeneration mit konkurrenzloser Effizienz: Perowskit-­Silizium-Tandemzellen. Wenn es nach Oxford PV geht, sollen sie klassische Siliziumzellen über kurz oder lang ersetzen.

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