MIT Technology Review 8/2021
S. 92
Horizonte
Materialforschung

Meta wird konkreter

Metamaterialien stellen scheinbar die Physik auf den Kopf. Sie lenken Licht und Wärme um Objekte herum. Dünne Gitter schlucken Schall wie meterdicke Platten. Jetzt werden sie in erste Produkte eingebaut.

Von Wolfgang Stieler

Dass Metamaterialien überhaupt zu einem populären Forschungsthema geworden sind, könnte mit einer cleveren PR-Idee von zwei britischen Forschern zusammenhängen. Denn eigentlich wollten die Physiker John Pendry und Ulf Leonhardt Anfang der 2000er nur auf ein neues Forschungsgebiet aufmerksam machen. Um das hochgradig abstrakte Thema attraktiver zu machen, ersannen die Theoretiker aber eine fiktive Anwendung: Ein Material, das Licht um ein Objekt herumleitet – und es so unsichtbar macht. Denn solch ein Material gibt es in der Natur nicht.

Pendry war auch einer der ersten, der vorschlug, wie man solche Tarnkappen praktisch herstellen könnte. Die gewünschten optischen Eigenschaften, schrieb er, könne man nur bekommen, wenn man die Tarnkappe aus mehreren, verschiedenen Bestandteilen zusammensetzt, die eine Art übergroßes Atomgitter bilden. Daher nannten die Forscher ihr Produkt „Metamaterial“.

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