MIT Technology Review 8/2021
S. 84
Horizonte
Sanierung

Abschied vom Gas

Große Teile der deutschen Städte bestehen aus Mietblöcken aus den fünfziger und sechziger Jahren. Ihre Sanierung ist ein wunder Punkt der Energiewende: Technische Lösungen sind kompliziert, die finanziellen Spielräume gering. Wir stellen Wege vor, wie sich auch Altbauten sinnvoll dämmen und heizen lassen.

Von Gregor Honsel

Wer die Probleme der Energiewende verstehen will, sollte sich nicht in schicken Neubauvierteln umsehen, sondern in Wohngebieten wie dem „Kuckuck“ am Rande von Hameln. Hier stehen gelbverputzte Mietriegel aus den dreißiger Jahren in Reih und Glied, viele von ihnen ziemlich heruntergekommen. Eine typische Bebauung eben, wie sie bis in die sechziger Jahre überall in der Republik entstand – und die bis heute einen großen Teil des Wohnbestands ausmacht.

Solche Viertel sind ein wunder Punkt der Energiewende. Nach Angaben der Deutschen Energieagentur (dena) macht die Wärme in Gebäuden hierzulande rund 35 Prozent des gesamten Endenergieverbrauchs aus. Damit Deutschland seine Klimaziele erreicht, müssten – je nach Szenario – jährlich rund 1,5 bis 2,8 Prozent des Bestands saniert werden (siehe TR 7/21, S. 17). Doch derzeit sind es nur rund ein Prozent. Denn während sich bei Neubauten oder Luxussanierungen vergleichsweise einfach alles einbauen lässt, was die moderne Gebäudetechnik hergibt, häufen sich bei älteren Wohnanlagen die Schwierigkeiten: Die Bausubstanz steckt oft voller Überraschungen, die Eigentümerstruktur ist kompliziert, der finanzielle Spielraum gering – schließlich soll auch nach der Sanierung noch genug bezahlbarer Wohnraum übrig bleiben.

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