MIT Technology Review 6/2023
S. 14
Titel
KI in Schulen

KI kommt in die Schule

Fachleute fordern schon seit Jahren einen Wandel des Bildungssystems, hin zu kompetenz- und projektorientiertem Arbeiten. Chatbots wie ChatGPT könnten das Umsteuern nicht nur unterstützen, sondern sogar erzwingen.

Will Douglas Heaven und Andrea Hoferichter (Übersetzung: Andrea Hoferichter)

Als OpenAI Ende 2022 die Sprach-KI ChatGPT veröffentlichte, brach unter Bildungspolitikern in vielen Regionen der Welt Panik aus. Etliche Schulbezirke, etwa in den USA und Australien, verhinderten den Zugang zur OpenAI-Website und forderten ein Verbot der Software. Die Angst: Schüler könnten sich mit gefakten Werken ungerechtfertigt gute Noten erschleichen. Auch führende Universitäten, etwa das Imperial College London oder die University of Cambridge in Großbritannien, warnten vor dem Schummelpotenzial, das ChatGPT birgt.

Im Vergleich dazu fiel das Echo in Deutschland fast schon entspannt aus. Die SPD-Politikerin Astrid-Sabine Busse, derzeit Leiterin der Kultusministerkonferenz (KMK), war nach einem ersten Selbsttest mit dem Chatbot nur kurz schockiert. „Da sage ich: ,Schreib mir eine Rede für die KMK.‘ Und, zack, da ist sie. Ich habe es mir vorführen lassen und war fassungslos. Wir können ja, wenn das so leicht geht, Schülerinnen und Schülern gar keine schriftlichen Hausarbeiten mehr aufgeben“, sagte sie gegenüber Table.Media. „Und ein Lehrer als Avatar? Das macht schon Angst.“ Sie wolle nun erst mal abwarten. „Wir müssen das im Auge behalten und gucken, wie man das begleitet.“ Das war Anfang April. Heute ist klar: Die KMK wünscht ausdrücklich, dass Schulen die neuen KI-Tools nutzen. „Schülerinnen und Schüler müssen einen konstruktiv-kritischen Umgang mit KI-Anwendungen erlernen“, heißt es aus dem Gremium.

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