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Handystrahlung - wie gefÀhrlich ist sie wirklich?

Cornelia Möhring

Handystrahlung - gibt es das ĂŒberhaupt? Und wenn ja, muss ich mich schĂŒtzen? Wir erklĂ€ren Ihnen alle wichtigen Fakten!

Ein beliebtes Diskussionsthema ist die Handystrahlung: Was kann sie bewirken? Wie kann ich mich davor schĂŒtzen? Aber vor allem die wichtigste Frage: Gibt es sie ĂŒberhaupt? Im Folgenden versuchen wir etwas Licht ins Dunkel zu bringen.

FĂ€lschlicherweise erfolgt bei dem Wort "Handystrahlung" direkt die Assoziation zu radioaktiver Strahlung. Dies ist aber nicht der Fall. Smartphones kommunizieren ĂŒber elektromagnetische Wellen. So sind Sie im Mobilfunknetz verbunden. Es gibt immer wieder Diskussionen, ob diese elektromagnetischen Wellen schĂ€dlich fĂŒr den menschlichen Körper sein können oder nicht.

Beispielsweise wurde Anfang 2017 einer Klage in Italien stattgegeben, der zufolge ein Mann durch berufliche Dauernutzung des Handys einen Hirntumor bekommen haben soll. Dabei handelte es sich allerdings um einen gutartigen Tumor - also keinen Krebs. Außerdem musste der Italiener tatsĂ€chlich beruflich bedingt mehrere Stunden am Tag permanent mit dem Handy telefonieren.

Es tauchen immer wieder Studien auf, die eine tatsĂ€chliche SchĂ€dlichkeit der elektromagnetischen Wellen nachgewiesen haben wollen. In diesen FĂ€llen sind die Probanden bei bzw. nach Handynutzung besonders mĂŒde oder klagen ĂŒber Kopfschmerzen. Bisher konnte allerdings in keiner einzigen Studie die Diagnose "Elektro-SensitivitĂ€t" eindeutig nachgewiesen werden. 2016 wurden einige spezifischere Studien durchgefĂŒhrt. Eine der Studien untersucht die Korrelation zwischen Handystrahlung und Krebs-Entstehung. [4] Eine andere setzt sich mit einem möglichen Zusammenhang von Handystrahlung und verminderter Spermienproduktion auseinander. [5]

Auch das Bundesamt fĂŒr Strahlenschutz hat eine Studie durchgefĂŒhrt, die die Langzeitwirkung von Elektrosmog auf den menschlichen Körper beachten soll. Es konnten keine tatsĂ€chlichen ZusammenhĂ€nge zwischen Handynutzung und verschlechterter Gesundheit festgestellt werden. Allerdings gibt es trotz allem keine vollstĂ€ndige Entwarnung: Zur Verbeugung möglicher SchĂ€den wurde der SAR-Wert entwickelt. SAR steht fĂŒr "spezifische Absorptionsrate" und beschreibt, wie stark sich das Gewebe erwĂ€rmt, das in Kontakt mit dem Smartphone steht.

Wir haben fĂŒr Sie einige wichtige Grundregeln zusammengestellt:

Nicht in Panik verfallen

Auch, wenn immer und immer wieder ĂŒber Handystrahlung diskutiert wird - Fakt ist: Bisher gelang es noch niemandem, eine SchĂ€dlichkeit der Strahlung - beispielsweise in Zusammenhang mit Krebs - tatsĂ€chlich nachzuweisen!

Handy bewusster nutzen

Um wirklich sicher zu gehen, können Sie die Handynutzung gerne einschrÀnken. Solange Sie Ihr Handy aber nicht 24/7 am Ohr haben, sind Risiken nach momentanem Kenntnisstand aber unwahrscheinlich. Es wird zudem empfohlen, das Handy nicht mit ins oder ans Bett zu nehmen. Inwiefern dies eine Wirkung zeigt, ist aber nicht nachgewiesen.

Kein Handy fĂŒr Kinder

Wenn es sich vermeiden lÀsst, sollten Sie - metaphorisch und auch bildlich gesprochen - Ihrem Kind nicht direkt ein Handy mit in die Wiege legen. Eine mögliche Gefahr ist bisher nicht nachgewiesen, aber dennoch sollte man keine Risiken eingehen.

Auf SAR-Werte achten

Das Bundesamt fĂŒr Strahlenschutz hat eine Liste mit SAR-Werten fĂŒr gĂ€ngige Handymodelle herausgegeben. Dort können Sie bequem Ihr Smartphone ĂŒberprĂŒfen. Die SAR-Liste finden Sie hier. [7]

Mehr Infos

(como)


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Links in diesem Artikel:
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[4] https://www.heise.de/newsticker/meldung/US-Studie-Handystrahlung-verursacht-angeblich-doch-Krebs-3221597.html
[5] https://www.heise.de/newsticker/meldung/Studie-Handystrahlung-beeintraechtigt-Spermienproduktion-3112923.html
[6] 
[7] http://www.bfs.de/SiteGlobals/Forms/Suche/BfS/DE/SARsuche_Formular.html
[8] https://www.heise.de/tipps-tricks/Handy-ins-Wasser-gefallen-was-tun-4427040.html
[9] https://www.heise.de/tipps-tricks/Handy-reinigen-so-wird-das-Smartphone-sauber-4684593.html
[10] https://www.heise.de/tipps-tricks/Scannen-mit-dem-Handy-so-klappt-s-4588667.html