Heimkinoanlagen mit c’t-Messsignalen in Dolby Atmos optimieren
Eine Einmessautomatik liefert bei einer Dolby-Atmos-Anlage lediglich eine gute Ausgangsbasis. Unsere Messsignale helfen bei der manuellen Feinjustierung.
- Das Ohr hört feine Unterschiede besser heraus als eine Einmessautomatik. Unsere Atmos-Signale decken Fehleinstellungen bei Heimkinoanlagen gnadenlos auf.
- Mit den Tests korrigieren Sie Unterschiede bei Pegeln, der Balance und der Phase, sodass sich Klänge präziser im Raum verteilen.
- Klingen Ihre Lautsprecher mit den Testsignalen unterschiedlich, korrigieren Sie deren Klangcharakteristiken mithilfe von Zielkurven in der Raumkorrektursoftware.
Moderne Audio/Video-Verstärker messen Lautsprecher über ein Messmikrofon automatisch ein und entzerren dabei den durch die Raumakustik verbogenen Frequenzgang. Bessere Systeme wie das von Dirac passen zudem Impulse und Phasen an und erlauben feinere Anpassungen über Zielkurven. Da Einmessautomatiken oft nur grob arbeiten und ein Messmikrofon Schall anders verarbeitet als menschliche Ohren, sollten Sie die Ergebnisse prüfen und Einstellungen danach justieren.
Wir haben ein spezielles Set mit über 40 Messdateien für Dolby-Atmos-Heimkinoanlagen zusammengestellt, mit dem Sie auch große Setups bis 7.1.4 einstellen können. Mit den Dateien prüfen Sie, ob alle Lautsprecher den richtigen Pegel wiedergeben, ob die Frequenzentzerrung schlüssig ist, ob Sie von allen Seiten gleichmäßig vom Sound eingehüllt werden und ob die Phasenkorrektur die richtigen Abstände und Zeitverzögerungen nutzt. Ziel ist ein kohärenter Hallraum, der Sie akustisch aus Ihrem Wohnzimmer in den Film oder das Konzert versetzt.
Im Folgenden erklären wir alle Messungen mit unseren Testsignalen in den Kategorien Pegel, Balance, Panning und Phase. Die Signale liegen als einzelne MP4-Videodateien mit Dolby-Atmos-Tonspur (E-AC3, 768 kBit/s) (Details zum Format erklärt unser Atmos-Artikel). Die Dateien lassen sich über einen Windows-Rechner mit HDMI-Audio wiedergeben, aber auch über einen Mac mit M-Prozessor und ebenfalls über ein Nvidia Shield Pro, die alle den unveränderten Bitstream per HDMI an einen Dolby-Atmos-fähigen AV-Verstärker weitergeben. Alle Tests kommen ohne weitere Messgeräte aus – Ihr Gehör reicht. Wer die Pegel exakt angleichen möchte, kann natürlich noch ein Dezibel-Messgerät oder eine präzise Mess-App wie Decibel Pro X (80 Euro) von Skypaw einsetzen. Zwingend ist das jedoch nicht. Kurzentschlossene können zum Thema Einrichtung von Heimkino-Anlagen noch unser Webinar am Donnerstag, den 8. Januar 2026 um 15 Uhr buchen.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels "Heimkinoanlagen mit c’t-Messsignalen in Dolby Atmos optimieren". Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.