Wikipedia wird 25: Zwischen Wissensmacht und Existenzkampf
Am 15. Januar 2026 feiert die Wikipedia ihr 25-jähriges Bestehen. Das Jubiläum findet in stürmischen Zeiten statt.
(Bild: Allmy/ Shutterstock)
66 Millionen Artikel in 348 Sprachen, 4,4 Milliarden Besuche pro Monat – diese Zahlen klingen nach unerschütterlichem Erfolg. Was als simples Experiment mit „einem Webserver, einer Datenbank und etwas PHP“ am 15. Januar 2001 online ging, ist heute infrastrukturell relevant wie Strom oder Wasser. Wikipedia trainiert fast alle großen Sprachmodelle. Schulen, Universitäten und Redaktionen weltweit nutzen die Online-Enzyklopädie.
Und die Wikipedia wächst weiter. Die deutschsprachige Wikipedia erreichte im März 2025 drei Millionen Artikel – und gilt nach der englischen Version als zweitgrößte von Menschen geschriebene Sprachversion. Hinter dem Ganzen steht die Wikimedia Foundation, eine amerikanische Non-Profit-Organisation, die das Projekt durch Spenden finanziert – zuletzt rund 180 Millionen Dollar jährlich. Daneben existieren nationale Vereine wie Wikimedia Deutschland, der die ehrenamtliche Community vor Ort unterstützt.
Doch wer genau hinschaut, erkennt eine Wissensplattform unter Beschuss: Tech-Milliardäre, politische Akteure und künstliche Intelligenz bedrohen das Fundament des freien Wissens. Die Gründer streiten öffentlich über ihre Rolle, Elon Musk hat eine KI-Alternative gestartet und die Community kämpft mit Autorenschwund. Ausgerechnet jetzt, wo KI das Informationszeitalter neu definiert, muss Wikipedia also beweisen, dass menschliches Wissen unverzichtbar bleibt.
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