Die Hupe: 2025 im Rückspiegel, 2026 durch die Windschutzscheibe
Wir sprechen über die wichtigsten Entwicklungen bei Fahrzeugen und Mobilität generell, die 2025 relevant wurden oder 2026 auf uns zukommen. Außerdem: Leserforum
Zeiten des Wandels sind die besten Zeiten für Berichterstatter. Zum Jahreswechsel reden wir über eine Vielzahl von Dingen, die bald oder seit Kurzem Einfluss ausüben auf unsere Leben als Autofahrer, Motorradfahrer und Bahnfahrer. Die KTM-Besitzerin Pierer Mobility ging pleite und wurde von Bajaj aus Indien übernommen. Da gab es den konservativen Vorstoß, das „Aus vom Verbrenner-Aus“ zu beschließen. Es wurde flugs gekontert mit „ihr müsst das nur zu 90 Prozent schaffen“, was für den praktischen Betrieb von Fahrzeugfabriken kaum einen Unterschied zu vorher macht. 2026 erscheinen endlich weitere kleine Elektroautos, die schrittweise auch vom Preis her passen. VWs ID.Polo sieht gut aus und kommt im April. Das später folgende Einstiegsmodell soll 25.000 Euro kosten. Danach folgen im Volkswagen-Konzern weitere Modelle aus dem Kleinwagen-Baukasten und 2027 will VW mit dem ID.1 wieder einen elektrischen Kleinstwagen anbieten. Kostenpunkt: 20.000 Euro.
(Bild: VW)
Langsam, aber sicher steuern E-Autos auf Kostenparität mit Verbrennern zu. Im gewerblichen Bereich ist diese je nach Fuhrpark und Stellplatzausstattung (Solar) teilweise bereits erreicht. Umso erstaunlicher ob all dieser Indizien eines funktionierenden Marktes: Die Elektroauto-Förderung kommt zurück. Sie soll sich diesmal an sozialen Aspekten orientieren, sodass Haushalte mit mehr Kindern und geringeren Einkommen höhere Förderung erhalten. Details gibt es beim Bundesumweltministerium. Selbst die Förderung für Hybridautos kommt zurück, nur die Rahmenbedingungen sollen noch nachgereicht werden.
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Die Deutsche Bahn hat eine neue Chefin, die gleich sagt: „Besser wird es erst einmal nicht“. Die MotoGP hat eine spannende Saison mit einem außerirdisch überlegenen Marc Márquez hingelegt. Der Fahrzeugschein wurde digitalisiert. Das KBA gibt Zugriff auf die Datenbank für Rückrufe. Die Fahrzeugmarken in China sind in einen brutalen Verdrängungskampf übergegangen, in dem sie unter Produktionskosten verkaufen. Die Stadt Stuttgart ist praktisch pleite, weil die Einnahmen aus der strauchelnden Autoindustrie fehlen. Die Abgasnorm Euro 7 regelt zusätzlich Feinstaub aus Reifenabrieb und die Haltbarkeit der Traktionsbatterie. Und man darf jetzt statt 3,5 t bis 4,25 t fahren, allerdings ist die Änderung ein ziemlicher Flickenteppich.
Die Hupe Folge 69
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Leserforum
Einige von euch haben sich zum Ende des Jahres noch gemeldet zu ganz verschiedenen Themen. Nach Sebastians Eingeständnis, mit dem OBD-Adapter zum Tesla-Debakel beigetragen zu haben, erhielt er eine Reihe von Vorschlägen für Fahrtenbuchlösungen, allerdings keinen Vorschlag für einen zuverlässig funktionierenden Adapter. Zum Dienstwagen-Podcast kam die Kritik, dass wir den Verbandssprecher die Kritik am Verband selbst sagen ließen. Ich hielt das für gut, weil der Mann erstens bemerkenswert offen war in seiner Art und zweitens nicht gegen uns arbeitet, sondern im Gegenteil für sehr viele von uns spricht, die auch im Arbeitsleben Auto fahren.
Johannes meldete sich zum Podcast über das Verbrenner-Aus mit dem Einwurf: what about ze Urwaldsabholzung? Ja, das ist ein Problem, und wir schweifen ja stets gerne und weit ab hin zu Armut, Energieversorgung und Kleinanlegerkapitalismus, aber die Entwaldung hatte in der Diskussion dann doch keine Anknüpfpunkte an das Verbrenner-Aus. Grundsätzlich hat Johannes natürlich recht: Nutzbare Zeit und nutzbarer Raum sind für uns endliche Ressourcen.
(cgl)