QNX liefert Software für BMWs „Neue Klasse“ und vertieft Entwicklerzugang
BlackBerry QNX soll das Echtzeitbetriebssystem für BMWs „Neue Klasse“ liefern. Außerdem vertieft das Unternehmen die Zusammenarbeit mit Forschung und Lehre.
Dieser Roboterarm lässt sich über einen Gamecontroller steuern. Die Software entstandt mit dem SDP 8.0 von QNX, das für nicht-kommerzielle Zwecke kostenlos zur Verfügung zur Verfügung steht.
(Bild: heise medien / André Kramer)
Die QNX-Sparte der kanadischen Firma BlackBerry hat technische Details zur Integration in BMWs „Neue Klasse“ vorgestellt. Neben dem Automotivebereich sei QNX-Software zudem mittlerweile auch in Robotiksystemen, Medizingeräten und in der Industrieautomatisierung im Einsatz.
(Bild: BMW)
QNX als Basisschicht für BMWs „Neue Klasse“
Für BMWs kommende Fahrzeuggeneration „Neue Klasse“ soll QNX das Echtzeitbetriebssystem und die sicherheitskritische Basisschicht liefern. Die im Jahr 2021 ins Leben gerufene Partnerschaft bezog sich ursprünglich nur auf die Entwicklung eines Systems zum autonomen Fahren nach Level 2/2+, das weiterhin Bestandteil des Lieferumfangs ist.
Die Fahrzeugarchitektur setzt auf vier zentrale Rechner, so genannte „Superbrains“. Sie steuern klar abgegrenzte Funktionsbereiche: automatisiertes und assistiertes Fahren, Infotainment, Fahrdynamik sowie Fahrzeugbetrieb und -funktionen.
QNX läuft innerhalb dieser Rechner als Betriebssystem und Virtualisierungsschicht, um sicherheitskritische Funktionen wie Fahrassistenz oder Bremsregelsysteme und nicht sicherheitskritische Software wie Infotainment über den QNX‑Hypervisor strikt voneinander zu trennen.
(Bild: BMW)
QNX-Software für nicht‑kommerzielle Nutzung kostenlos
Um einen bereiteren Zugang zum Markt zu bekommen und mehr Nutzer mit der Plattform vertraut zu machen, lockt die BlackBerry-Sparte außerdem Forscher und Studierende im Rahmen der Initiative „QNX Everywhere“.
Das Unternehmen stellt darüber seine Software Development Platform 8.0 (SDP), eine Cloud-gestützte Entwicklungsplattform für digitale Cockpits, für nicht-kommerzielle Zwecke kostenlos zur Verfügung.
QNX habe bisher über 10.000 Lizenzen ausgegeben und sei mehr als 100 akademische Partnerschaften mit Hochschulen unter anderem in Indien und Nordamerika eingegangen, wie dem Massachusetts Institute of Technology (MIT).
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Hardware-Unterstützung für Raspberry Pi 5
Der Hersteller will über seine Webseite und über die Softwareentwicklerplattform Gitlab vorgefertigte Open-Source-Pakete und optimierte Portierungen unter anderem für Raspberry Pi 5 anbieten. Entwickler sollen die Software lokal und selbst gehostet einsetzen können. Ergänzend bietet QNX kostenlose Online‑Trainings an, die Grundlagen von Echtzeitbetriebssystemen, Scheduling, Interprozesskommunikation und Systemdesign vermitteln.
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(akr)