Linuxdistribution Manjaro 26.0: „Anh-Linh“ setzt auf Wayland
Die Linuxdistribution Manjaro ist in Version 26.0 erschienen. Ältere Nvidia-GPUs werden nicht mehr unterstützt. Wayland rückt vor.
(Bild: heise medien)
Die beliebte Linux-Distribution Manjaro ist zum Jahresauftakt in Version 26.0 erschienen. Der mandatorische Spitzname der Version lautet „Anh-Linh“. Die Entwickler haben sich auf KDE Plasma und Gnome konzentriert und setzen da standardmäßig auf Wayland. Außerdem fliegt aufgrund des verwendeten Nvidia-Treibers die Unterstützung für Nvidia Pascal-, Maxwell- und ältere GPUs raus.
Im Manjaro-Forum haben die Maintainer die neue Fassung angekündigt. Sie aktualisieren darin diverse Pakete, auch die Desktop-Umgebungen kommen auf neuem Stand mit. KDE Plasma 6.5 und Gnome 49 setzen zudem standardmäßig auf Wayland-Sessions. Wer X11-Unterstützung benötigt, soll auf den Build mit XFCE-Desktopumgebung setzen. Der Nvidia-Treiber in Version 590 liefert keinen Support für die erwähnten älteren GPUs mehr, dafür sind Turing-basierte GPUs oder neuere nötig.
Alte Kernels sind am End-of-Life (EOL) angelangt – die 5.4er-Kernel sollen Nutzerinnen und Nutzer durch 5.10 LTS oder 5.15 LTS ersetzen; 6.17 sollten Betroffene mit 6.18 oder 6.12 LTS austauschen. Die flinke Datenbank Redis ersetzt Manjaro nun aus Lizenzgründen mit Valkey. Die Mesa-Bibliothek ist in Version 25.3.2 dabei, Firefox auf Stand 146.0.1, LibreOffice in Fassung 25.8.4. Der Cosmic-Desktop 1.0.1 von Pop!_OS zieht ebenfalls als Option in Manjaro ein. Sowohl Budgie als auch Cinnamon wurden ebenfalls aktualisiert.
Aktuelle Downloads
Auf der Download-Seite von Manjaro stehen die offiziellen Flavors mit KDE-Plasma-, Xfce- und Gnome-Desktopumgebung zum Herunterladen bereit. Die von der Community gepflegten Images bringen zudem vorinstallierte Desktops wie Cinnamon, i3 Window Manager oder Sway WM mit.
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Manjaro basiert auf der Rolling-Release-Linuxdistribution Arch Linux und macht daher stets die aktuellen Stände von Software verfügbar. Allerdings mit einer äußerst benutzerfreundlichen und einfachen Bedienoberfläche. Mitte April vergangenen Jahres erschien Manjaro 25 mit dem Codenamen „Zetar“. Auch da war ein Hauptaugenmerk der Entwickler die Aktualisierung der Desktop-Umgebungen.
(dmk)