Wi-Fi-6E: Bandbreitensprung dank Update fĂĽr mehrere iPads und Macs
Von 80 auf 160 MHz: Je nach Gerät lässt sich nun mehr Signal übertragen. Das hilft aber nur mit passender Gegenstelle.
(Bild: Devenorr/Shutterstock.com)
Laut einem im Dezember aktualisierten und jetzt entdeckten Deployment-Dokument (deutsche Version noch veraltet) für Firmenkunden hat Apple mit iPadOS 26.2 und macOS 26.2 auch Verbesserungen bei der WLAN-Unterstützung verschiedener Macs und iPads vorgenommen. Der Wi-Fi-6E-Support wurde in mehreren Anwendungsfällen von 80 auf 160 MHz Bandbreite erweitert, was zumindest theoretisch deutlich mehr Durchsatz verspricht.
Macs und iPad mit 160 MHz ĂĽber 5 GHz
Von der MaĂźnahme betroffen sind unter anderem Mac mini M2, M2 Pro und M4, die MacBook-Pro-Modelle mit M2, M3, M4 und M5, auĂźerdem iPad Pro M4, iPad Air M3 und iPad mini 7 (mit A17 Pro). Bei Verwendung mit 5-GHz-Gegenstellen wird bei allen Modellen nun nicht mehr nur 80 MHz Bandbreite verwendet, sondern die doppelte Rate, also besagte 160 MHz. Gleichzeitig steigt der maximale PHY-Durchsatz von 1200 auf 2400 MBit/s.
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Zuvor hatte Apple das theoretische Maximum nur erlaubt, wenn die Verbindung über 6-GHz-Netzwerke hergestellt wurde. Warum es teils Jahre dauerte, bis die Veränderung vorgenommen werden konnte, ist bislang unklar. Öffentlich kommuniziert wurde die Änderung nicht, auch in den Release Notes der Updates sind keine Angaben dazu zu finden.
Wi-Fi 7 bei Apple noch wenig verbreitet
Trotz der höheren Bandbreite kann es sinnvoller sein, auf 6 GHz zu wechseln, da dieser Frequenzbereich weniger stark belegt ist als das 5-GHz-Spektrum. Dort waren schon zuvor 160 MHz nutzbar. Mittlerweile sind viele Unternehmen schon bei Wi-Fi 7 gelandet, die 6 GHz leisten. Erste Apple-Geräte beherrschen den Standard, darunter die aktuellen iPhones seit Baureihe 16 oder iPad-Pro-Modelle mit M5-Chip. Beim MacBook Pro mit M5 fehlt der neuere Funkstandard noch. Es wird erwartet, dass die M5-Pro- und M5-Max-Modelle, die im Frühjahr erwartet werden, die Technik beherrschen.
Der Unterschied zwischen Wi-Fi 6E und Wi-Fi 7 fällt bei Apple-Geräten derzeit noch gering aus. Was einen großen Sprung bringt, sind aber 160 MHz breite Kanäle und insbesondere in überfüllten Funkräumen das 6-Ghz-Band, hatte Mac & i bereits im Februar berichtet.
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(bsc)