"Black Line"-Defekt: iMac-M1-Besitzer tun sich zusammen und kritisieren Apple

Beim ersten Apple-Silicon-Modell des All-in-one-Rechners kann es zu merkwĂĽrdigen Darstellungsproblemen kommen. Apple reagiert nur fallweise.

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Nutzerin an iMac

Nutzerin an iMac: Problem schon lange bekannt.

(Bild: Kaspars Grinvalds / Shutterstock.com)

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Seit 2024 gibt es Berichte von Nutzern, dass sich der Bildschirm von iMacs der ersten M-Chip-Generation nach einigen Jahren der Verwendung teilweise intern zu zerlegen scheint. Der sogenannte Black Line Defect sorgt für bleibende horizontale Linien auf dem Display. Ein entsprechender Thread im offiziellen Apple-Support-Forum hat mittlerweile 35 Seiten – ein Indiz dafür, dass das Problem offenbar häufiger auftreten kann. Betroffene Kunden können wenig tun: Der iMac M1 wurde bereits seit 2021 verkauft, und der Fehler tritt üblicherweise nach Ablauf der zweijährigen Gewährleistung auf. Apple selbst trifft Einzelfallentscheidungen: Manchmal gibt es aus Kulanz einen kostenlosen Austausch des Displays, doch üblicherweise muss der Kunde – nach Kostenvoranschlag – selbst zahlen.

Eine Gruppe Betroffener versucht nun, Apple dazu zu bewegen, ein Austauschprogramm aufzulegen. Unter iMacUsersVoice.com haben sie die Kampagne „Stop the Black Lines Defect“ aufgesetzt. „Besitzer von 24-Zoll-iMacs mit Apple Silicon sehen nach etwa zwei Jahren normaler Nutzung permanente horizontale Linien. Erst wenn Apple ein globales Serviceprogramm startet, um alle betroffenen Geräte zu reparieren, wird diese Website offline genommen, schreiben sie.

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Die selbstorganisierten Betroffenen gehen davon aus, dass „Tausende“ von iMac-M1-Modellen betroffen sind. Über das Apple-Support-Forum sollen allein fast 1300 Personen zusammengekommen sein, die durchgaben, das Problem zu haben. 470 entsprechende Antworten landeten in einem ersten Thread, der später für neue Postings gesperrt wurde, weitere über 820 in einem neuen.

Es gibt Vermutungen, dass das Problem, das nach 18 bis 24 Monaten der Benutzung auftritt, mit einem überhitzenden Hochspannungs-Flexkabel zu tun haben könnte, das im LCD-Bereich verbaut ist. Das Bauteil soll sehr günstig sein, doch Apple verlangt laut Nutzerangaben bis zu 700 Dollar für die Reparatur.

Der Hersteller hat sich bislang nicht zu dem Problem geäußert, das mit Softwaremitteln offenbar nicht zu beheben ist. Fehlerberichte gibt es aus der ganzen Welt. Unklar ist, ob auch spätere Modelle – also iMac M3 und M4 – betroffen sind. Die Nutzer fordern, diese gegebenenfalls in ein Austauschprogramm aufzunehmen. Sie fordern außerdem eine transparente Kommunikation von Apple.

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(bsc)