Kickstarter: Nachrüstbarer Touchscreen für MacBooks
Apple bietet bislang keine Macs mit berührungsempfindlichem Display. Ein Crowdfunding-Projekt will das ändern – entnehmbar als Nachrüstsatz.
Touchscreen für MacBook Pro von Intricuit: Mac lässt sich mit ihm nicht schließen, das verhindert Schäden.
(Bild: Intricuit)
Für manche Apple-User wäre es ein Traum: Ein Mac, der neben Tastatur und Maus (oder Trackpad) auch über einen Touchscreen verfügt. Doch bislang lehnt Apple ein solches Bedienkonzept ab, verweist auf das iPad, das mittlerweile immer Mac-ähnlicher wird. Ein Crowdfunding-Projekt, das demnächst auf Kickstarter anlaufen soll, will dem allen nun vorgreifen: Der „Magic Screen“ soll ein Touchscreen-Nachrüstsatz für verschiedene MacBook-Pro- und MacBook-Air-Modelle werden, der sich je nach Lust und Laune anbringen lässt.
USB-C-Kabel zum Mac
Das System arbeitet, ähnlich wie man das von Privacy-Screens für MacBooks kennt, magnetisch: Es wird am oberen Bildschirmrand angebracht und dann unten "eingehakt". Die Hardware ist so gestaltet, dass es nicht möglich ist, das MacBook nach der Installation zu schließen – das soll Schäden verhindern, denn die Toleranzen sind sehr eng. Unterstützt werden sollen alle MacBook-Größen mit 13, 14, 15 und 16 Zoll ab M1 (Pro) beziehungsweise M2 (Air) bis hoch zum MacBook Pro M5.
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Im Rahmen der Kickstarter-Kampagne des Herstellers namens Intricuit ist ein Preis von 139 US-Dollar (plus Umsatzsteuer und Versand) vorgesehen. Die „Snap on“-Lösung ist allerdings nicht drahtlos. Stattdessen wird sie per USB-C-Kabel mit dem Mac verbunden. Der Touchscreen soll durchsichtig genug sein, um die Bildqualität nicht zu reduzieren. Das System ist zudem Stylus-fähig (inklusive Hover-Funktion) und soll „eine Alternative zu Zeichentablets und iPads“ darstellen.
Was ist mit der Software?
Die auf der Intricuit-Website gezeigte Hardware soll ein „später Prototyp“ sein und könne sich optisch noch vom fertigen Gerät unterscheiden. Momentan wurden noch keine Angaben gemacht, wann mit einer Auslieferung zu rechnen ist. Interessierte können sich für einen Early-Access-Zugriff registrieren, wann es losgeht, wurde noch nicht kommuniziert.
Die große Frage beim Magic Screen betrifft die Software: macOS ist standardmäßig nicht Touchscreen-fähig und es bräuchte eine Art Overlay-Lösung, um eine normale Bedienung per Finger oder Stylus zu ermöglichen. Intricuit spricht unter anderem davon, dass Tap-, Swipe- und Zoom-Gesten funktionieren, ebenso wie Scrollen. Wie bei anderen Crowdfunding-Projekten muss man einiges an Vertrauen in den Hersteller investieren. Kickstarter-Projekte können bekanntermaßen auch scheitern.
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(bsc)