Touch ID in separater Box: Bastler schlachten Apple-Tastatur aus

Wer ein mechanisches Keyboard nutzen möchte, muss auf Apples Touch ID am Mac verzichten. Doch der Sensor lässt sich auch entnehmen.

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3D-gedruckte Touch-ID-HĂĽlle

3D-gedruckte Touch-ID-HĂĽlle: Nach viel Arbeit funktioniert sie gut.

(Bild: @Calvin_5743 / Printables)

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Apples hauseigene Tastaturen sind zwar beliebt, doch haben sie allerlei Einschränkungen bei Bauweise und Tastenhub. Das Problem: Wer weg möchte vom Magic Keyboard, um etwa künftig mechanisch zu tippen, verliert Zugriff auf ein zentrales Komfortelement: den Fingerabdrucksensor Touch ID. Diesen bietet Apple nämlich nur eingebaut in MacBook Pro und MacBook Air sowie eben in besagtem Magic Keyboard an. Einzeln lässt sich dieser nicht erwerben, und so müssen Tastaturwechsler künftig bei Anmeldung oder Freigabe bestimmter macOS-Aktionen wieder zur Eingabe des Passworts greifen. Doch es gibt eine Lösung für das Problem: Wer bereit ist, ein Magic Keyboard als Spendeeinheit auszuschlachten, kann den Touch-ID-Knopf per Hardware-Hack auch ausbauen und in ein Gehäuse packen. Das ist zwar technisch aufwendig, wurde aber zuletzt gleich von mehreren YouTubern durchexerziert.

So zeigte der bekannte Maker, NAS- und Raspberry-Pi-Bastler Jeff Geerling den Vorgang im Detail. Klar wird dabei allerdings schnell: Für Einsteiger ist die Umsetzung eher nichts. Auch Grobmotoriker dürften schnell daran verzweifeln: Zunächst an der verklebten Unterseite des Magic Keyboard, dann an den zahllosen (unterschiedlichen) Schrauben und schließlich am Einbau in eines der mehreren 3D-gedruckten Touch-ID-Gehäusen, die etwa bei Printables bereitstehen. Denn: Die Toleranzen sind sehr niedrig, zudem schlägt man sich mit empfindlichen Flachbandkabeln herum.

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Wer sich den Aus- und Einbau zutraut (was die Entnahme der korrekten Platinenbestandteile involviert), kann sich danach aber durchaus freuen: Der mit Lightning-nach-USB-C angeschlossene Button (alternativ: USB-C nach USB-C mit neueren Tastaturen) funktioniert wie gewohnt. Doch weder finanziell noch vom Arbeitsaufwand her lohnt sich die Aktion: „Warum stellt Apple also keine kleine Touch-ID-Box her? Sie könnten 50-US-Dollar dafür verlangen, und ich würde es bezahlen, wenn auch widerwillig“, sagt Geerling. So habe er eine 150-Dollar-Tastatur und ein paar Stunden Zeit geopfert, um eine „intelligente“ Taste zu erhalten.

Immerhin offeriert Apple selbst eine Alternative zu der Touch-ID-Problematik: Es ist seit einigen Jahren auch möglich, den Mac mittels Apple Watch zu entsperren. Dazu muss man die Computeruhr aber zuerst einmal besitzen.

Sie wird dann mit dem Mac gekoppelt und dient als Entsperrinstrument – auch für Passwortabfragen, für die sonst nur Touch ID verwendet werden kann. Die Uhr muss zuvor entsperrt werden, damit nur der Besitzer sie auch nutzen kann.

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(bsc)