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Kanboard-Sicherheitslücke ermöglicht Anmeldung als beliebiger User

In Kanboard stecken drei Sicherheitslecks. Das gravierendste erlaubt die Anmeldung als beliebiger Nutzer. Ein Update steht bereit.

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Achtung-Schild vor Kanboard-Kanban-Demo

(Bild: heise online / Kanboard)

Lesezeit: 2 Min.
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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Das Open-Source-Kanban Kanboard ist von drei Schwachstellen betroffen. Eine davon gilt den Entwicklern als kritisches Risiko und ermöglicht die Anmeldung als beliebiger User – sofern eine bestimmte Konfigurationsoption gesetzt ist.

Die Release-Ankündigung zu Kanboard 1.2.49 nennt einige sicherheitsrelevante Korrekturen. Zu den Schwachstellen gibt es auch CVE-Einträge. Sofern die Option REVERSE_PROXY_AUTH aktiviert wurde, vertraut Kanboard HTTP-Headern blindlings, dass sie von authentifizierten Usern stammen, ohne zu prüfen, ob die Anfrage von einem vertrauenswürdigen Reverse-Proxy stammt (CVE-2026-21881, CVSS 9.1, Risiko „kritisch“). Das ermöglicht faktisch die Umgehung der Authentifizierung.

Zudem können Angreifer eigene Eingaben in LDAP-Suchfilter einschleusen, die nicht korrekt ausgefiltert werden. Damit lassen sich alle LDAP-User durchiterieren und sensible Nutzerattribute herausfinden, und mit diesem Wissen gezielte Angriffe gegen bestimmte Accounts ausführen (CVE-2026-21880, CVSS 5.4, Risiko „mittel“). Eine Open-Redirect-Schwachstelle ermöglicht Angreifern, authentifizierte User auf von ihnen kontrollierte Webseiten umzuleiten, indem sie URLs der Gestalt „//evil.com“ erstellen, womit sich der URL-Filter umgehen lässt. Das erlaubt zudem Phishing-Angriffe, das Stehlen von Zugangsdaten oder das Verteilen von Malware (CVE-2026-21879, CVSS 4.7, Risiko „mittel“).

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All die Probleme lösen die Entwickler in Kanboard 1.2.49. Die aktualisierten Quellen stehen auf der Github-Seite von Kanboard bereit. Die Linux-Distributionen dürften in Kürze mit neuen, fehlerbereinigten Paketen nachlegen. IT-Admins sollten die Paketverwaltung ihrer Distribution zur Update-Suche bemühen.

Zuletzt fiel im vergangenen Juni eine hochriskante Sicherheitslücke in Kanboard auf. Sie ermöglichte Angreifern, Kanboard-Konten zu übernehmen.

(dmk)