AutoMix-Funktion: Warum Apple Music jetzt teils merkwürdig überblendet

Mit iOS 26 führt Apple eine neue Möglichkeit ein, Musik zu mischen. Das gefällt allerdings nicht allen Nutzern.

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Nutzerin beim Hören

Nutzerin beim Hören.

(Bild: Ivan_Shenets/Shutterstock.com)

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This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Kate Bushs „Running Up That Hill“ blendet verwirrend schräg in „My Way“ von Limp Bizkit über: Solche und andere Merkwürdigkeiten gibt es seit iOS 26. Der Grund ist eine neue Funktion namens AutoMix, die Apple in Apple Music integriert hat: Sie soll dafür sorgen, dass ein Song nahtlos in den nächsten übergeht. Apple ergänzt damit seine bisherige Überblendungsfunktion (Crossfade), die das weniger intelligent erledigte.

AutoMix steht nur bereit, wenn man Apple-Music-Abonnent (10,99 Euro im Monat) ist. Der Konzern verspricht einen „dynamischen Wechsel zwischen Abonnementinhalten“, der für ein „nahtloses Hörerlebnis“ sorgt. Das funktioniert wie erwähnt mal so und mal so – die Anpassung an Tempo oder Melodie gelingt dem KI-gestützten System keineswegs immer und kann, wenn es sich um Songs handelt, die man schätzt, sogar verstörend sein.

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Glücklicherweise ist es einfach, AutoMix abzuschalten, sollte es sich aktiviert haben. Dazu begibt man sich in die Systemeinstellungen auf dem iPhone und wählt „Apps“ und „Musik“. Dort befindet sich dann auch der Bereich „Titelübergänge“. Hier kann man zwischen AutoMix und Überblenden wählen oder beides gänzlich deaktivieren. Hat man kein Abo, ist AutoMix ausgegraut.

Für AutoMix gibt es keine weiteren Einstellungen, es ist entweder aktiv oder nicht. Die Überblendungen lassen sich zumindest zeitlich über einen Schieberegler in Sekunden festlegen – von einer bis zu 12. Auch während der Verwendung von Apple Music lässt sich AutoMix an- und ausschalten. Dazu gibt es in der Wiedergabeansicht ein kleines Icon mit zwei Kreisen (einer dünn und einer fett), das als Schalter dient.

Gänzlich unintelligent agiert AutoMix bei der Behandlung von Songs indes nicht: Spielt man ein ganzes Album in korrekter Reihenfolge ab, ist die Funktion sinnvollerweise deaktiviert, damit die Platte so genossen werden kann, wie die Künstler das vorgesehen hatten. Auch wenn Genres oder Tempi „unvereinbar“ sind, ist AutoMix inaktiv. Selbst in die Musikmediathek hochgeladene Tracks sowie Titel, die man aus dem iTunes Store erworben hat, werden ebenfalls nicht abgedeckt, was gegebenenfalls schade ist.

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(bsc)